Outfit: Porzellan

Hallo meine Lieben…

Mal ganz ehrlich, was will man zu einem Outfit ansich sagen? „Hier ist mein Outfit, die Fotografierei war auch diesmal nicht ganz einfach, auch wenn ich gerade festgestellt habe, dass an diesem Tag meine Haare besser aussahen, als heute. Ach ja, und zu kaufen gibts die Sachen da, da und da.“ Wäre wohl reichlich langweilig…  Oder wie seht ihr das?

DSC_0008k

Während ich an diesem neuen Outfitpost sitze, höre ich Musik. Tue ich übrigens sehr gerne, weil es mir hilft, mich zu konzentrieren. Heute lasse ich mich von Farin Urlaubs „Porzellan“ beschallen. Ich liebe dieses Lied. Und wisst ihr, warum? Weil es so unglaublich wahr ist. Und weil es eines von wenigen Liedern ist, die ich auch in all den Jahren nie Leid geworden bin. Es ist eine Mischung aus Melancholie und Energie und es macht sich auch ein wenig lustig über eine vielen von uns liebgewordene Marotte.

DSC_0006k

DSC_0014b

DSC_0023

„Das Glück ist immer da, wo du nicht bist. Du willst immer das, was du nicht kriegst…“

Nach mehr zu streben und sich selbst weiter zu entwickeln ist wichtig. Das weiß jeder von euch spätestens seitdem er meinen „Fashion-Barbie“-Post gelesen hat. Aber warum geben wir uns so selten mit dem zufrieden, was wir haben? Wann beginnt das gesunde Streben nach Verbesserung einer zerstörenden Sucht zu weichen, welche uns auffrisst? In dem Moment, in dem wir aufhören, aus unserer Situation das Beste rauszuholen und anfangen ein anderer Mensch sein zu wollen. Ehrgeiz ist wichtig, da wir sonst Stillstand erleben. Mein Blog würde niemals wachsen können, wenn ich keinen Ehrgeiz hätte, mich zu entwickeln, zu verbessern. Ich weiß, dass ich vielleicht nicht den ausgefallenen extravaganten Blogger-Style habe wie eine Chiara Ferragni oder auch etliche tolle deutsche Bloggerinnen. Aber ich habe das akzpetiert und arbeite mit dem, was ich habe. Mein Stil ist eben nicht „Typisch Blogger“ und ich werde auch nie eine dieser schicken Großstadtfrauen sein und mein Blog nie aussehen wie ein cleanes Hochglanzmagazin. Und meine Wohnung ist nicht nach Instagram-Ying&Yang eingerichtet. Aber ich hole das Beste aus meinen Talenten und meinem Stil. Weil es genau das ist, was mich von anderen unterscheidet und mich authentisch macht. Das heißt nicht, dass ich nicht auch manchmal neidisch bin oder gerne ein glamouröseres Leben hätte. Aber es wäre denkbar dumm, wenn ich zuließe, dass mich solche Gedanken lähmen.

DSC_0025i4

DSC_0026g

DSC_0029g#1

„Schön ist nur das, was du verpasst. Du wärst gern wie sie, du wärst gern wie er, du wärst so gern jemand anders, hauptsache irgendwer“

Als kleines Mädchen konnte ich mittags nie schlafen. Schon als Baby nicht. Das erzählten mir meine Eltern immer und als ich älter war, konnte ich auch den Grund dafür erklären. Ich hatte immer Angst, etwas zu verpassen. Ich dachte immer, während ich hier liege und nur schlafe, spielen bestimmt meine Freundinnen alle draußen. Dieser Gedanke machte mich nervös. Und dieses Gefühl, etwas ganz Tolles zu verpassen, hatte ich lange. So lange, bis ich mit Torsten zusammen kam. Weil ich jetzt mit dem Menschen, der mir (von meinen Eltern abgesehen) am wichtigsten ist, diese Zeit verbringe. Wenn wir am Wochenende einfach auf der Couch kuscheln oder im Garten sitzen, denke ich nicht mehr darüber nach, was ich möglicherweise verpassen könnte. Was sollte ich denn verpassen, wenn die Personen, auf die es für mich ankommt, bei mir sind. Das Einzige was von früher blieb, ist die Nervosität, wenn ich sonntags mittags Sportflugzeuge höre. Die verbinde ich auch heute noch mit einsamen Sonntag-Mittagen, an denen ich Angst hatte, etwas zu verpassen.

Warum haben Bücher wie „How to be Parisian. Wherever you are“  Hochkonjunktur? Weil wir alle immer ein bisschen anders sein wollen. Lässiger, schicker, mondäner. Ich gebe zu, auch ich habe überlegt mir dieses Buch zu kaufen. Vielleicht ist es auch eine gute Inspiration. Ein paar Tipps abschauen hat noch niemand geschadet und das Rad erfindet auch selten einer neu. Aber es sollte nicht bedeuten, dass man jemand versucht zu sein, der man nicht ist. Vielleicht bin ich zu temperamentvoll und gehe zu oft ungeschminkt und mit Jogginghosen zum Bäcker, um Pariserin zu sein. Und dennoch kann es sicher nicht schaden, vielleicht etwas mehr Mut bei der Lippenstiftfarbe zu beweisen und ein klassisches kleines Schwarzes ist sicher auch immer eine gute Investition. Und trotzdem werde ich wohl immer eher an einen Elefant im Porzellanladen erinnern, als an eine Frau von zerbrechlicher Eleganz. Und das ist absolut ok so.

DSC_0067g4

DSC_0071

„Glück gibt es überall, vielleicht auch hier, es liegt an dir.“

Und Farin Urlaub hat meiner Meinung nach Recht. Wir haben unser Leben selbst in der Hand. Wir selbst müssen wissen, was uns glücklich macht und sollten aus dem was wir haben, etwas machen. Wir sollten uns auf uns besinnen und uns viel mehr darauf konzentrieren, die beste Version unseres Selbst zu sein.

 

5 Gedanken zu “Outfit: Porzellan

  1. Ein irklich super toller Blogpost – und ich muss dir mit wirklich so vielem recht geben – sei es mit dem Musik hören, die Bücher die jeder liest um anders sein zu wollen oder auch das man einfach nicht verpassen möchte.
    Und dein Outfit ist auch wirklich super schön und steht dir einfach super gut.

    Liebe Grüße Lisa
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

    Gefällt mir

  2. Liebe Madeleine,

    Werde auch immer ein Elefant im Porzellanladen sein, statt zerbrechlich- französisch..ich denke, jeder ist wie er ist und die kleinen Macken machen uns gerade erst so besonders und sympatisch. Da bin ich gern einn kleiner Tollpatsch! 😀

    Gebe dir übrigens vollkommen Recht, dass es auch schön ist, mal nicht das Geplänkel zur Outfitbeschreibung zu hören, so wie wir alle das eben so machen!

    Uuuund wieder bauchfrei,was dir echt super steht wie ich finde! da kann meine after-baby-bauch noch nicht herhalten 😀

    Liebe Grüße,
    Birte
    http://show-me-your-closet.de/

    Gefällt mir

    1. Wie süß und lieb von dir gesagt 🙂 Du bist echt eine ganz Tolle :-* Ja vermutlich ist es genau das, was uns auch ein Stück weit ausmacht. 🙂 Ganz ehrlich, lass mich mal ein Kind kriegen… Dann werd ich sicher kugelrund 😀 Und du hast doch eine so tolle Figur.:)

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s