How to: Der perfekte Outfitpost und was man dafür nicht tun sollte

Meine Liebsten…

heute kommen wir einmal mehr zum Thema Unkonventionalität… Und weil ich das besonders gut kann und eben jeder einen „Was man machen sollte für das perfekte Blogfoto“-Post online hat, wollte ich das Thema sozusagen mal von der anderen Seite angehen. Sehr originell, ich weiß 😀 Ich möchte nicht gerne andere Blogger nachmachen und immer über das selbe Thema zu lesen, kann auch schnell öde werden. Aber die Sache mit den Outfitbildern, ist etwas, das ich selbst super interessant finde und deshalb gerne mit euch teilen möchte. Dazu eines vorweg: Vermutlich gibt es das „Perfekte Blogfoto“ ohnehin nicht, einfach da jeder einen anderen Geschmack hat. Aber die nachfolgenden Dinge helfen euch wie ich hoffe trotzdem, eventuell noch das ein oder andere daraus lernen und mitnehmen zu können…

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Das Wichtigste dazu ist als Erstes mal: Verstellt euch nicht! Bleibt eurem Stil treu, denn damit werdet ihr euch am wohlsten fühlen. Ihr mögt am liebsten Gothik-Outfits? Prima, dann versucht in dem Bereich die Besten zu sein. Nein, die Besten wäre vielleicht sogar zu viel gesagt. Versucht so zu sein, dass ihr euren eigenen Ansprüchen an euch immer genügt, dann seid ihr auch zufrieden und stolz auf eure Leistung und euren Erfolg. Wer sich verkleidet oder verstellt, nur weil es gerade modern ist, wird die gwünschte Wirkung komplett verfehlen…

Kümmert euch nicht um die Blicke der Leute! So schwer es anfangs auch ist und man zu Beginn noch verschüchtert da steht (ich weiß wovon ich rede) und seinem Fotografen zuwispert: “ Mach jetzt mal schnell ein Foto, jetzt kommt gerade keiner“; man muss da durch. Bzw. finde ich es auch unglaublich Selbstbewusstseins-steigernd. Mit der Zeit wird man da auch lockerer und merkt gar nicht mehr wenn Leute komisch schauen. Und mal ehrlich: Fremde Leute trifft man eh selten wieder und die die einen schon kennen, wissen ohnehin schon, dass man einen an der Klatsche hat. 😉 Für wen das gar nichts ist, der kann natürlich auch an abgelegeneren Plätzen und Wiesen seine Bilder machen. Das kann auch sehr schön wirken. Aber ich denke eben, wenn man wirklich auffallen will in der Modewelt, muss sollte man über kurz oder lang mit dem „Auffallen“ leben lernen.

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Nehmt euch nicht zu viel vor! Viele von uns Bloggern kennen es: Nicht jeder ist mit einem Privat-Fotografen gesegnet, welcher praktisch jederzeit Zeit und Lust hast, Outfit-Fotos zu machen. Was nicht ist kann zwar noch werden, aber solange das nicht der Fall ist, müssen meist Freunde und Familienmitglieder einspringen. Und dann möchte man natürlich, wenn man mal jemand Freiwilligen gefunden hat, möglichst viele Outfits shooten. Da empfiehlt es sich jedoch maximal 4 Looks zu wählen für diesen Tag. Meistens ist es nämlich so, dass ihr zum einen eh nach 3-4 Outfits die Lust verliert (das sieht man dann auf den Bildern) und zum anderen vergisst man in der Regel (wenn man wie ich nicht so super organisiert ist) dann für manche Outfits die Hälfte und muss dann improvisieren. Hier fehlt eine Tasche, da wollte man doch eigentlich die Sonnenbrille zu anziehen, aber wo war die nur… Lieber weniger und dafür ordentlich. So habe ich auch einige Bilder in „Reserve“, die ich nie gepostet habe, weil sie nicht „perfekt“ waren in meinen Augen oder entscheidende Details von mir vergessen wurden einzupacken. Bei den obigen Bildern hat mein Akku den Geist recht schnell aufgegeben, sodass leider ein bisschen zu wenig Ergebnisse rauskamen für einen ganzen Outfitpost.

Ihr müsst keine geborenen Profis sein! Lasst euch selbst die Zeit, euch mit eurem Blog zu entwickeln. Das Meiste lernt man ohnehin durch Ausprobieren, inspirieren lassen und viel Übung. Genau das macht ja auch Spaß. Wobei ich zugeben muss, was mir wenig Spaß bereitet, ist dieses ewige Tiefenunschärfe-Problem von mir. Das klappt leider noch nicht so wie ich es gern hätte. Aber ich arbeite daran…

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Sucht euch die Location, die Lichtwärme etc nicht danach aus, was alle anderen haben! Findet selbst raus, was für euch und eure Outfits am besten passt und am vorteilhaftesten ist. Für manche kann es wunderschön aussehen, kühles Licht zu haben, dann bietet es sich an, die Bilder zur Mittagszeit zu machen. Ich bewundere das auch oft auf anderen Blogs. Für mich käme es aber nie in Frage, weil ich dann noch blasser aussehe, als ich eh schon bin. Da schmeichelt einem dann wärmeres Licht am frühen Morgen oder späten Nachmittag mehr. Ein eher Pinkfarbener Stadt-Barbie-Look wird sich tendeziell eher beißen mit ganz viel Wald im Hintergrund. Bei einem mädchenhaften Sommerkleid in weiß und grün z.B. kann genau das das Richtige sein.

Verzweifelt nicht! Jeder fängt irgendwann von vorne an (und ich bin weit noch davon entfernt vom dem, wie meine Outfitposts aussehen sollten) und man sollte nie vergessen, das Beste aus sich und seiner Situation rauszuholen. Es hat eben nicht jeder Geld für eine Designer-Tasche, nicht jeder lebt in einer tollen Großstadt mit tausenden sauberen, tollen Gebäuden und Höfen… Anstatt sich darüber zu beklagen, einfach Augen aufmachen und bei sich selbst schauen: Was kann ich aus mir und meiner Umgebung machen. Denn interessante Locations findet man überall… Glaubt mir (dazu übrigens auch echt süß der Post von Fairytaleoflife)

Und zum Schluss noch: Ärgert eure Fotografen nicht! 😉 Kommunikation ist das Wichtigste. Euer Fotograf wird, wenn er nicht gerade selbst Blogger ist, nicht genau wissen, wie das später aussehen soll und wie ihr euch das alles vorstellt. Da kann es helfen, genau die „gebrauchten“ Bildabschnitte aufzuzeigen, Beispielbilder mitzubringen und auch hier gilt: Je öfter man zusammen arbeitet, umso besser klappt alles. An dieser Stelle möchte ich jetzt einfach mal in aller Deutlichkeit sagen: Danke liebe Claudia, für deine Engels-Geduld am Samstag und an vielen anderen Tagen.

Puh.. ich muss sagen, mit Verneinungen einen Artikel zu schreiben, ist wesentlich schwerer als umgekehrt. Auch habe ich mich dem Thema jetzt nicht aus „professioneller und detailierter“ Sicht gewidmet (welches Objektiv, wie stelle ich die Kamera am besten ein), da ich hier noch einige Defizite besitze. Da machte es mehr Sinn, das Ganze eher aus der allegemein Sicht anzugehen. Ich hoffe der Artikel hat euch trotzdem gut gefallen und hilft euch im ganz alltäglichen Blogger-Wahnsinn ein bisschen weiter.

15 Gedanken zu “How to: Der perfekte Outfitpost und was man dafür nicht tun sollte

  1. grandiose Gedanken zum Thema!
    gerade sich nicht um die Blicke anderer zu kümmern fällt ja nicht immer leicht 😉
    und zur Sache mit dem Perfektionismus finde ich inzwischen, dass aus einer Vielzahl von Fotos immer 4- 5 wirklich schöne Fotos dabei herauskommen.
    gerade aber den Punkt, den Fotografen nicht zu ärgern finde ich richtig klasse! ich hatte doch schon so einige Spannungen mit meiner lieben Ma, wenn sie mich fotografierte … die Arme, sie kann ja auch gar nicht genau wissen, was ich auf dem Foto will. ich werde ihr jetzt auch einfach mal Beispielbilder zeigen … dann wird sie am Ende richtig gut 🙂

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

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    1. Oh dankeschön du Liebe :-* Das ist bei mir auch immer so… Ich mache 100 Bilder pro Outfit und dabei sind dann ca. 5 gute dabei. Oh nein du auch? 😀 Meine Familie ist auch immer voll genervt von meinem ewigen: Nein das war nix, nochmal…Sehr schön, das freut mich riesig und ich wünsche dir und deine Mama alles Gute und bessere Kommunikation. 😉

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    1. Liebe Lisa, vielen Dank für diesen und ganz viele andere so liebe Kommentare. Du bist ein unheimlich nette und tolle Bloggerin :-* Und natürlich freut mich riesig, wenn du dich in meinem Post wiederfindest. Auf jeden Fall macht Übung auch in dieser Sicht den Meister 🙂

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  2. Ich fand den Post sehr gut! Fehler aufzuzeigen ist ebenfalls eine gute Möglichkeit und das Fotografenproblem kennt wohl jeder Blogbeginner. Man hat teilweise zu hohe Ansprüche. Trotzdem ist man sehr, sehr, sehr dankbar überhaupt jmd. zum fotografieren gefunden zu haben 😀 aber mitlerweile bin ich auch mit den ergebnissen ganz zufrieden. Meine „fotografen“ kommen langsam mit meiner kamera klar :-D. Das braucht einfach auf allen seiten geduld und Übung.
    und hach dass mit dem akku ist mir letztens auch passiert -,-
    Ich denke immer, der kameraakku hält ewig. Aber einmal in 3 Monaten sollte man den doch schon mal aufladen 😀

    Hihi

    Liebste grüße
    Imke von http://www.modewunsch.de

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  3. Hi, da sind so viele Sachen dabei, die so absolut zutreffen vor allem bezgl. des Fotografen. Wenn man denn mal jemanden zu Hand hat, will man am liebsten gleich tausend Outfits fotografieren … was leider meist nach hinter losgeht, weil entweder der Fotograf nie wieder mitmachen will („das war mir zu anstrengend“) oder man die Hälfte vergisst! 🙂
    Schöner Post!
    Liebe Grüße
    Hella von http://www.advance-your-sytle.de

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  4. Liebe Madeleine,
    interessantes Thema und schöner Artikel. Man muss ja auch nicht immer auf alles eingehen in einem Artikel. Mit der Technik seiner Kamera muss man sich auch viel selber beschäftigen, da helfen all die Bücher nicht und Erfahrungen sammeln braucht Zeit.
    Das Fotografenproblem haben glaube ich alle 😀 Da ich ja keinen Modeblog betreibe, ist es doch eher selten, dass ich ganze Outfits abgelichtet haben möchte, aber manchmal brauch man dennoch jemanden für banale Fotos. Ich habe da aktuell 3 Fotografen zur Auswahl.
    Nummer 1
    Technikaffin, ist mit der Kamera vertraut und geduldig, aber „Shootings“ sind absolutes Neuland, daher muss ich Location und Idee liefern und „posing sicher“ sein. Eine Option für die Zukunft…
    Nummer 2
    Fotografie-hoch zur analogen Zeit, aber was weiß ich gar nicht und hobbymäßig. Nach wenigen Fotos muss was dabei sein, schließlich hat man ja auch noch was anderes zu tun (damals war der Film ja auch immer so schnell voll). Kommunikation grundsätzlich angespannt und Kameraeinstellung bis aufs zoomen muss ich selber machen. Nach dem letzten „Desaster“ auch aktuell nicht verfügbar.
    Nummer 3
    Zeit: unbegrenzt, Motivation: solange ich motiviert bin, Können: alles was ich kann. Haken: es handelt sich um Stativ mit Funkfernauslöser (und on the top: schwenkbarer Display der Kamera). Für „Schoko-Stieleis“ habe ich so geshooted, aber bei Outfitbildern, ist das mehr die Notfalloption für Profis. Man ist ja dann auch zeitgleich Model und Fotograf.
    Liebe Grüße und dir und Claudia gutes Licht 😉
    Alexandra

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