Outfit: Volksfest – Warum in Wahrheit viel mehr gelogen wird

Hey meine Herzchen…

nun ist das Residenzfest in unserer Kleinstadt auch schon wieder eine Woche lang vorbei und ich habe es weitgehend gut überstanden. Im Allgemeinen muss ich sagen, bin ich schon ein recht großer Fan von Volksfesten. Ich liebe das Traditionelle und Heimische daran, ich liebe es, alte Freunde wieder zu sehen und alten „Nicht-Ganz-so-Freunden“ zu erzählen, was mittlerweile aus dem kleinen Mauerblümchen von damals geworden ist (vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt, aber kennt ihr das auch?) und an diesen Tagen liebe ich sogar Helene Fischer… Aber wirklich nur ausnahmsweise…

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Und wie das eben auf dem Land so ist – in der Stadt vielleicht auch, das weiß ich allerdings nicht, kann da jemand weiterhelfen? – haben wir mal wieder viele alte Bekannte getroffen. Man kennt sich eben in der Kleinstadt, geht mit dem einen zusammen zum Sport und später zusammen in die Schule. Man kann sich fast gar nicht nicht kennenlernen. Und so trägt man dann auch im Laufe dieser Schulzeit einige kleine Blessuren davon. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Post überhaupt so schreibe und schon zehnmal überarbeitet, da er doch sehr persönlich ist… Ich kann erwachsen sein und glücklich wie ich es nur sein könnte. Und dennoch ist da in mir manchmal immer noch dieses unscheinbare Mädchen mit der Zahnspange und wenn heute mal wieder jemand zu mir sagen würde, ich sei hässlich und dumm… Naja ich würde gerne sagen, dass ich heute darüber lachen würde. Die Wahrheit aber ist, dass Kinder/Jugendliche grausam sein können und wenn man sich erst mal in der Opferrolle eingefunden  hat, man auch darin bleibt. Ich wüsste nicht, ob ich heute drüber stehen könnte, das käme wohl auf die Person und den Zusammenhang an. Vielen habe ich verziehen, manche bemitleide ich jetzt.

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So schwer es auch ist, so ist man sich selbst dennoch schuldig, zumindest zu versuchen, solche Dinge hinter sich zu lassen, diesen Menschen, welche einen piesaken, nicht so viel Macht über das eigene Leben zu geben… Zeit heilt nicht alle Wunden, aber viele und an Wochenenden wie diesen stellt man fest, dass die Monster von damals ihre Zähne verloren haben. Manche sind einsam geworden, andere rastlos, ziellos und planlos und wieder andere sind einfach nur auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet. Manche geben das ganz offen zu, andere verstecken sich hinter Lügen und Beschönigungen. Denn wer möchte schon gerne zugeben, dass man immer noch keinen richtigen Karriereweg gefunden hat, dass man schon ewig Single ist oder dass man jetzt eben doch jeden Cent zwei mal umdrehen muss… Und das wo doch alle erwarten, dass das Leben es auch nach der Schule mit einem selbst am besten meinte. Auf Volksfesten wird viel getrunken, Und genauso viel gelogen. Bei Einigen zumindest. Keiner möchte sich die Blöße geben. Und ich kann anfangen stolz zu sein, auf das was ich bisher geschafft habe. Denn selbstverständlich, das wird mir nun auch klar, ist das nicht. Und ist es nicht meistens so, dass die wirklich Erfolgreichen überwiegend die sind, die eben genau NICHT die Beliebten damals waren?

Selbst Könige können irgendwann stürzen und die Schulzeit hat mit dem „wahren“ Leben oft wenig zu tun. Ich kann es vermutlich nicht oft genug sagen: Schaut nicht auf die anderen, schaut auf euch selbst. Wenn ihr immer nur zur Seite schaut, könnt ihr euch nicht auf den Weg vor euch konzentrieren.

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12 Gedanken zu “Outfit: Volksfest – Warum in Wahrheit viel mehr gelogen wird

  1. Liebe Madeleine,
    ein wirklich sehr schöner und persönlicher Post und ich kann jedes Wort nachvollziehen. Ich kenne das, wenn einen die „alten Geister“ von früher wieder aufsuchen und man versucht drüber zu stehen. Nicht immer funktioniert das, aber du kannst stolz darauf sein, was du erreicht hast. Schau doch nur mal deinen wundervollen Blog an und ich kann aufjedenfall sagen, dass du auch privat eine total liebenswerte Person bist :). Aber ich kenne das, das von Früher…aber ich bin mir sicher irgendwann werden wir auch darüber stehen :). Schließlich hat uns das auch wie zu dem gemacht, was wir heute sind!

    Alles Liebe, Mel
    https://melooks.wordpress.com/fashion/

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    1. Liebe Melanie, vielen vielen Dank für deine lieben Worte.Meistens sieht man es Menschen gar nicht an, dass sie auch „alte Geister“ haben, wo wie bei dir. Du bist so ein lieber und lustiger Mensch und deine Worte tun einfach richtig gut 🙂 Das werden wir bestimmt. Und bestimmt werden wir noch viele tolle Events zusammen erleben. 🙂

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  2. Hi
    Ich glaube die schule ist schon so ein kleines paralleluniversum! Passend zu deinem post habe ich erst letztens einen interessanten artikel dazu gelesen, dass beliebte Schüler es später im „echten leben“ oft schwieriger haben. (Weil sie irgendwie alte verhaltensweisen gewöhnt sind) – fand ich sehr interessant. Deinen artikel ebenfalls.

    Liebe grüße
    Imke von http://www.modewunsch.de

    P.s.: so persönlichere artikel machen dich sympathisch – nicht, dass ich vorher was anderes dachte! 😀 hahahah

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    1. Liebe Imke, ja so kommt es mir auch vor. Das ist das Gute daran und das wollte ich auch zum Ausdruck bringen mit meinem Artike… Dass kein Zustand für immer ist und man nicht ewig „der Looser“ bleiben muss. Dass Schule einfach nicht alles ist. 😀 Haha ich weiß wie du es meinst liebe Imke. 🙂 Vielen lieben Dank.

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  3. Liebe Madeleine,
    ein wirklich super toller und auch persönlich Post von dir.
    Und ich finde das du eine wirklich super tolle Person bist. Du bis super nett und wie ich finde auch sehr sympatisch ❤
    Aber ich kenne dieses Gefühl was du beschreibst. Denn viele können wirklich sehr grausam bzw. ehrlich sein.
    Auch ich habe all das in den Schulzeiten mitgemacht – man wird fertig gemachr ohne das viele die Gründe kennen warum man so ist wie man ist.
    Fühl dich gedrückt von mir – denn sowas hilft manchmal mehr als Worte.

    Ganz liebe Grüße Lisa
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

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  4. ein wirklich guter Beitrag, liebe Madeleine!
    ich denke und hoffe, dass du die Perspektive für so einige deiner jüngeren Leser veränderst 🙂
    meiner Erfahrung nach lernt man ernst im Erwachsenwerden, wenn man sich selber annimmt und sich findet, nicht mehr so sehr nach links und rechts auf die anderen zu schauen …

    übrigens funktioniert auch eine Großstadt wie ein Dorf … da wo man sich aufhält, kennt man sich 😉
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

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    1. Erst mal vielen Dank für die Info zum Großstadt-Leben 😉 und dankeschön für deinen süßen Kommentar. Genau das erhoffe ich mir auch von dem Post. Ich selbst bin ja schon seit jetzt 5 Jahren aus der Schule draußen, weiß aber noch sehr gut wie es sein kann und wie machtlos man sich fühlen kann. Ich wollte meinen Lesern den Mut geben, dass Veränderungen immer möglich sind, und die Beliebten nicht immer auch später noch eben solche sind, sondern ihren Schrecken verlieren… Weil man erfährt, dass sie neidisch waren, selbst gemobbt wurden oder zu Hause Probleme hatten. Früher war das ein Tabu-Thema „Opfer“ zu sein, heute gibt es immer mehr „Erfolgsgeschichten“ von solchen Menschen. Und mit deiner Erfahrung hast du vollkommen Recht, geht mir auch so.:)

      Ich freue mich jedenfalls immer riesig über deine vielen lieben Kommentare, die mir immer so viel zurückgeben. :-*

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      1. sehr gerne, du Liebe!
        in meinem Umfeld habe ich auch gerade gemerkt, dass besonders viele von denen, die es in der Schulzeit nicht so gut traf, jetzt richtig „Groß“ werden … als ob sie die stille Schulzeit genutzt hätten ersteinmal richtig in ihre Rolle zu wachsen!

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  5. Das war wirklich sehr persönlich und hat mich tief berührt! Und ja Jugendliche/Kinder können sehr sehr grausam sein. Und auch in mir schlummert immer noch das Zahnspangenmädchen, dass den Mund nicht aufbekommt. Bis ich mit 17 beschlossen habe, dass es vorbei ist mit dem Mauerblümchen und ich jetzt meine Zeit habe, die ich nutzen muss.
    Fühl dich gedrückt und du bist nicht allein ❤ 🙂

    LIebste Grüße
    Tine

    http://fairytaleoflife.wordpress.com/

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