Reisebericht Los Angeles // Westküste USA Teil I

Huhu meine Herzchen,

die ersten Bilder unserer Westküsten Rundreise sind bereits bearbeitet. Ich sage bewusste DIE ERSTEN, weil es eben doch ganz schön lang dauert, 3.000 Bilder durchzusehen und zu sortieren. Wir haben viel gesehen und eine ganze Menge spannender Dinge erlebt, dass man fast gar nicht weiß wo man anfangen soll. Deshalb: Beginnen wir doch einfach am Anfang…

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Frankfurt // Los Angeles

Da unser Flug Mittwochs mittags erst von Frankfurt aus losging, war der Morgen noch recht entspannt. Nachts konnte ich trotz Aufregung schlafen und am Flughafen verlief alles reibungslos. Im Flugzeug die erste angenehme Überraschung (Danke Lufthansa): Auf unseren Plätzen warteten bereits kleine Survival-Kits mit Kopfhörern, Kissen und Decke und jeder Sitz hatte einen eigenen Bildschirm mit etlichen Filmen. So würden die 11 Stunden angenehm werden. Trotz „Eat, Pray,Love“ konnte ich zwar nicht schlafen, war aber kein Problem, da der Jetlag praktisch nicht vorhanden war. In L.A. angekommen (17 Uhr nach Kalifornien-Zeit) mussten wir dann doch noch recht lange warten, bis unsere Fingerabdrücke genommen und wir registriert waren. Hier zeigte sich auch zum ersten Mal, was sich immer wieder bestätigte: Die Amerikaner LIEBEN Schlangen. Und haben stets die Ruhe weg. Ich als typisch Deutsche sehe immer wieder ungeduldig auf die Uhr. Wenn das so weitergeht wird das nix mehr damit, den Sonnenuntergang in Santa Monica zu sehen. Ich werde nervös. Trotz langer Schlangen Wartender gehen die Beamten dort erstmal in Pause. Oder besprechen, wann sie wie Lunch zu sich nehmen. Dann sind wir dran. Ein Gutes hat die lange Warterei. Unsere Koffer sind schon da als wir durch sind. Nachdem wir noch 1000 Mal unser Esta und unseren Pass zeigen durften (damit es sich auch lohnt), gehts mit dem Shuttle zur Autovermietung. Auch hier wieder: Lange Schlangen. Porschia (die Angestellte dort, ich weiß das weil in Amerika alle ganz verrückt danach sind, dir ihren Namen zu nennen) versucht einige vom Self-Service Terminal zu überzeugen, das traut sich jedoch keiner von den überwiegend deutschen Touristen. Ein Paar versucht es. Und steht noch da als wir schon raus gehen. Unser ausgesuchtes Auto war absolut klasse und noch ziemlich neu. Alles prima. (Bis wir – wieder zu Hause – sahen, dass uns einfach eine Zusatzversicherung berechnet worden war. Ohne gefragt zu werden). Unser Hotel sollte nicht weit vom Flughafen weg sein. Ich gab also direkt die Adresse ins Navi ein. Konnte ja keiner wissen, dass L.A. nicht gleich L.A. ist und der Cienega Blv. und andere Straßen nicht so überschaubar wie bei uns sind, sondern 20 km mal eben durch die ganze riesige Stadt gehen. Generell ist alles in Amerika viel größer. Vor allem die Reklame-Tafeln. Es dauerte also etwas bis wir unser Hotel gefunden hatten. Genau gesagt dauerte es die Zeit, die wir brauchten, erst in das falsche Hotel einzulaufen, dort wieder rausgeschickt zu werden und 3 verschiedene Menschen zu fragen, wo das gesuchte Hotel liegt. Waren wir froh, als wir es endlich fanden… Und dann habe ich direkt am 1. Tag dort meine Zimmerkarte verloren.

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Der Morgen begann bei uns dann recht früh, zeitlich war man ja doch noch etwas verwirrt. Und wir wollten schließlich noch Einiges sehen, war es doch leider unser einziger ganzer Tag in L.A. (Memo an mich selbst: Das nächste Mal einen Tag mehr einplanen). Doch zuerst galt es, die Adressen für Parkplätze bei den Sehenswürdigkeiten rauszusuchen. Denn leider kann mein Navi mit der Angabe „Walk of Fame“ wenig anfangen. Kulturbanausen-Navi. Der freundliche Hotel-Mitarbeiter wollte uns eine Bustour nahelegen. Und wir hätten es vielleicht machen sollen. Denn Parkplätze sind in L.A. teuer und ich war manchmal nahe einem Nervenzusammenbruch…

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Erstes Ziel war der Walk of Fame. Vor meinem geistigen Auge voller Hollywood-Glamour, Diven und Luxus. Stattdessen jede Menge Menschen, die einem Dinge andrehen wollen die man nicht braucht oder die richtig schlechte Hulk-Kostüme anhaben. Der Walk ansich ist ganz schön gemacht, wenn auch an manchen Stellen schon etwas mitgenommen.

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Der Hof des Chinese Theatre war mega voll mit Touristen und eher unspektakulär. Der Bereich dort ist voller Leben und bunt und schrill und irgendwie auch aufregend. Was in weniger Reiseführern drinsteht, man aber unbedingt machen sollte: In das Dolby Theatre reingehen. Im Innenhof ist ein kleiner Brunnen, der Platz ist sehr gepflegt und voller hübscher Geschäfte und wenn man die Treppenstufen hochgeht, hat man eine unglaublich gute Sicht auf das Hollywood Zeichen. Dort hätte ich auch gerne noch länger Zeit verbracht, hätte ich nicht mein Handy verloren. Der erste Tag in der Großstadt und ich Dorfkind habe mein Handy verloren. Na gut, ich habe es dann später beim Navi im Handschuhfach gefunden. Also umsonst aufgeregt. Das kommt bei mir häufig vor.

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Weiter ging es zum Rodeo Drive. Eigentlich sollte der ja leicht zu finden sein. Dachte ich. War aber das gleiche Problem wie oben beschrieben. Der Drive ist weit. Und wir waren am anderen Ende und hatten dort (immerhin kostenlos) geparkt. Und so ging es ziemlich planlos und gefühlt endlos durch die Wohngebiete in Beverly Hills. Und das bei ziemlicher Hitze. Ich wollte schon fast aufgeben, als wir doch noch den bekannten Eingang in die von Fotos bekannte Einkaufsstraße kamen. Und das muss ich sagen, das ist tatsächlich sehr schön, gepflegt und sehenswert. Definitiv ein Ort zum Länger-Aufhalten.

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Am Nachmittag fuhren wir dann zum Griffith Observatory: Ein sehenswerte Sternenwarte mit Kuppel und wunderschönem Blick über die Stadt. Allein schon, um die ganze Größe und Weite der Stadt der Engel zu erfassen ist man dort genau richtig. Und auch da hat man einen super Blick auf das Hollywood Sign. Und hier gab es auch richtig leckeres Kokos-Eis. Yummie.

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Den Tag wollten wir dann am Santa Monica Pier abschließen, weil es dort gegen Abend am Schönsten sein sollte und auch war. Ich liebe ja die Bilder von diesen Lifeguard-Hütten an den Stränden und wurde dort fündig. Der Pier selbst ist schon etwas in die Jahre gekommen und teilweise renovierungsbedürftig. Aber die Musik dort und die Wirkung am Abend waren doch ziemlich schön. Das einzig Ärgerliche waren die 20 USD, welche wir ausgeben mussten für das Parken (im Hotel gegenüber des Pier) und später dann feststellten, dass man direkt an den Strand fahren kann und dort auch noch weniger zahlt). Grundsätzlich benötigt man in L.A. für alles ein Auto oder einen Touri-Bus und Parken ist immer teuer.

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Zu unserer nächsten Reise-Etappe war es nicht allzu weit, sodass wir morgens unseren Tag am Strand beginnen wollten. Da laut Reiseführer der Hermosa Beach der Schönste sein soll, ging es für uns dorthin. Das Parken war günstig und es waren kaum Touristen da. Und sauber war es auch, sodass ich diesen Strand nur empfehlen kann. Der Ort wirkt sehr entspannt und meiner Meinung nach kann man dort auch schön das California-Gefühl nachempfinden. Für Venice hat es jedoch leider nciht mehr gereicht.

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Das Fazit: Sucht euch immer vorher die genauen Adressen für Parkmöglichkeiten in L.A. aus. Oder macht eine Bustour. Das ist stressfreier. Nehmt euch einen Tag für die tollen Strände in L.A. und einen Tag für Observatory, Rodeo Drive und Dolby Theatre. Den Santa Monica schaut am besten gegen Nachmittag und Abend an, dann wirkt er am Schönsten. Die Menschen in Los Angeles sind so entspannt wie sonst nirgends auf der Welt, es ist jdoch an echt einigen Ecken ziemlich dreckig und fast Favela-mäßig. Davon einfach nicht abschrecken lassen. Man gewöhnt sich daran. In Amerika ist Vieles etwas älter und zerfallener. Aber dazu mehr in den nächsten Teilen meines Reiseberichts…

Damit ihr auch nachvollziehen könnt, wo es für uns hinging, habe ich euch hier noch eine Karte beigefügt.

Karte

3 Gedanken zu “Reisebericht Los Angeles // Westküste USA Teil I

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