Reisebericht Antelope Canyon & Las Vegas // Westküste USA Teil III

Huhu meine Herzchen,

nachdem ich euch das letzte Mal von unserem Aufenthalt beim Grand Canyon berichtet habe, geht es heute für euch Neugierigen weiter: Zu dem wohl bekanntesten Slot-Caynon der Welt, der Stadt der Lichter (nein, nicht Paris) und in einen weiteren Nationalpark. Aber lest selbst…

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Grand Canyon // Antelope Canyon

Nachdem unser Tag am Grand Caynon super schön, aber viel zu kurz war, ging es am nächsten Tag wirklich verdammt früh (kurz nach 6 Uhr) für uns weiter. Das kommt davon, wenn man bei der Urlaubsplanung nicht richtig aufpasst. Oder zu optimistisch plant. Was auch immer. Ich wollte unbedingt auf unserer Reise den Antelope Canyon (sehr bekannt aus diversen „Muss man gesehen haben, bevor man stirbt“ – Berichten, auch wenn das bei mir hoffentlich noch etwas hin ist) besichtigen. Die Reservierung haben wir bereits vorher von zu Hause aus arrangiert und sollten eine halbe Stunde vorher dort sein. Wir (und mit wir meine ich mich) haben uns für den Lower Antelope entschieden, der zwar etwas „unbekannter“, aber auch soweit ich das von den Bildern beurteilen konnte, reizvoller von den Felsformationen her ist. Wir standen extra so früh auf, dass wir (typisch Deutsch eben) eine halbe Stunde vor der halben Stunde die wir da sein mussten, da sein würden. Ja ich weiß, da muss man jetzt schon echt ein Fuchs sein und beim Lesen aufgepasst haben 😉 Umso schockierter war ich jedenfalls, als mein Navi statt – wie erwartet 9:00 – als Ankunftszeit 10 Uhr angab… Das musste ein Defekt am Navi sein. Ja das war es. Ich meine wir fahren doch nur 2 einhalb Stunden, dann ist es doch… Oh, tja wieder so eine Mitdenksache: Der Canyon liegt, ihr denkt es euch vielleicht, in einer anderen Zeitzone. Torsten verfluchte mir bereits vorher die Knochen, weil ich nur im Internet sah „Ah toll um 10 Uhr soll da das Licht am Schönsten sein, dann nehmen wir den Termin doch.“Was das für unsere 2 1/2 stündige Anfahrt dorthin bedeutet, wurde mir erst später klar. Eigentlich wollten wir noch mal am Grand Canyon halten, als mir plötzlich klar wurde dass das Navi nicht defekt war… Ich lasse an dieser Stelle einfach mal aus, wie wir es doch noch rechtzeitig zum Antelope Canyon geschafft haben. Etwas abgehetzt kamen wir dann an, sogar pünktlich. Und stellten dort dann fest, dass Kens Tour sich nicht nach unserem Navi, sondern – warum auch immer – nach Arizona-Zeit richtet. Tja, so war wenigstens noch genug Zeit für die bereits gezeigten süßen Ethno-Ohrringe zu kaufen. 😉 Die Tour selbst jedenfalls ist sehr empfehlenswert, insbesondere für Fotografen. Eigentlich besteht der Canyon nur aus gewöhnlichem Sandstein und man klettert wie in eine Art großen Spalt im Boden. Mit dem bloßen Auge eher unspektakulär, aber durch die Licht- und Schatteneinwirkung ergeben sich einfach großartige Bilder. Es ist praktisch unmöglich, kein Wow-Foto zu zaubern…

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Nach der Tour ging es für mich uns dann schnell weiter, wollten wir doch am Nachmittag noch den Zion NP besuchen. Zuvor wurde noch an einer dieser typischen amerikanischen uralten Tankstellen getankt, wie man sie aus Filmen kennt. Der Betreiber war ein bärtiger, kauziger aber sehr netter alter Mann und in der Tankstelle hingen tausende Dinge die kein Mensch braucht (u.a. ein Nummernschild aus Deutschland) und es gab in einem riesigen Einmachglas Gurken zu kaufen. Solche Tankstellen sind keine Seltenheit im Westen.

Im Nationalpark selbst empfiehlt es sich, ein Hotel in Springdale zu nehmen, da von dort die Shuttle-Busse zu den verschiedenen Trails fahren. Wir mussten so also erst mal durch den ganzen Park fahren, um parken zu können. Der Park selbst ist sehr schön, mit vielen rötlichen Felsformationen und riesigen Bergen. Allerdings kann es vor den Tunneln im Park immer wieder zu Staus kommen, deshalb da etwas mehr Zeit einplanen. Wir entschieden uns aufgrund der fortgeschrittenen Zeit für einen kleinen Trail zu den Lower und Upper Emerald Pools – Sammelstellen für die Wasserfälle im Park – welche jedoch aufgrund der Dürre praktisch kaum Wasser führten. Sehenswert ist der Park aber dennoch.

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Da wir den ersten Tag noch ein wenig zum Shoppen – im Premium-Oulet, eine von vielen Einkaufsmöglichkeiten (meine Einkäufe daraus findet ihr hier) – nutzen wollten, fuhren wir recht früh los Richtung Las Vegas. Endlich mal wieder Stadtluft schnuppern. Da das Wetter eh ein wenig trüb war, passte das ganz gut, zumal wir ja auch noch 3 Tage in Vegas haben würden, Zeit genug also. Und weil der Tag noch nicht anstrengend genug war, ging es abends zu Cirque du Soleil Love. Zu meiner Entschuldigung: Im Internet hatte die Show top Bewertungen und sie kam nur an Montags. Man unterschätzt das gerne mal. Ebenso wie den kleinen Eimer für 20 EUR, aus welchem wir während der Show Cocktails tranken. Ich muss sagen: Die Show war nicht schlecht, ihr Geld aber nicht wert. Da gibt es sicher Besseres und es bietet sich an, abends nach Half-Price-Tickets zu sehen. Einmal fielen mir kurz – ja ich gebe es zu – die Augen zu, was der späten Stunde (die Show fing um halb 10 an) und dem anstrengenden Tag und dem Cocktail geschuldet war. Und der Tatsache, dass mehr getanzt als akrobatisch geglänzt wurde. Und so begann ich meinen ersten Vegas nicht ganz so nüchtern… Nicht schlimm, weil ich unter den ganzen anderen Mädels die aus der Show torkelten und fast die Treppen runter stürzten auf ihren hohen Hacken gar nicht weiter auffiel. Wie ich zum Hotel gekommen bin? Ich glaube, ich habe mich einfach ziehen lassen von Torsten. Natürlich nicht, ohne vorher 2 Erinnerungsfotos der Show für 45 Euro zu kaufen. Nehmt nie einen Geldbeutel mit, wenn ihr Cocktails trinkt… Naja wenigstens sind die Fotos schön.

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Ihr erinnert euch noch an meinen ERSTEN mörderischen endlosen Lauf durch Los Angeles? Hier kommt die Steigerung. Und ich sage bewusst ERSTEN, weil noch einige folgen sollten. Am zweiten Tag wollten wir unbedingt zu dem berühmten Vegas-Schild laufen. Von unserem Hotel aus. Vergesst diese Idee, die ist wirklich ziemlich dumm bei 40 Grad. Fahrt lieber mit dem Auto, dort kann man eigentlich fast direkt parken. Wie immer war ich zu optimistisch und dachte, so weit wäre es doch nicht. Bis wir da waren, war ich am Ende und nirgendwo Schatten in Sicht. Dann liefen wir zurück und hatten dann eine Diskussion die dazu führte, dass wir auf halbem Rückweg umdrehten und wieder hin liefen. Ich muss nicht erwähnen, dass meine Gedanken wirklich mörderisch waren. Also mein Tipp: In Las Vegas am besten erst am späten Nachmittag rausgehen. Da ist das Licht am Schönsten, die Hitze ist nicht mehr so unerträglich und mittags lieber am Pool liegen. So haben wir es dann auch den Rest der Tage gehandhabt. Und abends ging es dann raus, denn abends ist Vegas einfach wunderschön. Besonders die Wassershow vor dem Bellagio sieht klasse aus, als auch der Vulkanausbruch vor dem Mirage – wo ein sehr netter älterer Japaner mir die ganze Zeit Videos von vegas auf seiner Kamera zeigte. Und ein Video wie er seine Frau beim Fotografieren gefilmt hat. Was man unbedingt mal gemacht haben solte: Durch die großen Casinos wie das Caesars und das Venetian schlendern und die Eindrücke daraus mitnehmen. Die Hotels/ Casinos bieten auch jede Menge Möglichkeiten richtig gute Buffets zu probieren, was wir uns am letzten Tag Vegas noch mal gegönnt haben. Und ich muss sagen: Das Lunch-Buffet im Caesars ist absolut spitze. Mit allem was das Herz begehrt. Und so verbrachten wir wunderschöne Tage in Vegas.

Nächste Woche gibt es den Bericht zum Yosemite Park und Death Valley. Der wird wieder kürzer, ich versprechs.

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Ihr habt Teil II des Reiseberichts meiner Rundreise verpasst? Diesen findet ihr Hier.

6 Gedanken zu “Reisebericht Antelope Canyon & Las Vegas // Westküste USA Teil III

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