#MBFW – Für Daheim gebliebene

Hey meine Hübschen,

derzeit hat das Fashion Week-Fieber wieder alle im Griff. Die Social Media-Kanäle quellen über vor tollen Bildern, aufregenden Stylings und bezaubernden Events. Und ich erwische mich dabei, wie ich ein wenig neidisch bin auf die Mädels, welche das Glück haben, dabei sein zu dürfen. Mitten im Scheinwerferlicht, zwischen Stars und Sternchen und den neuesten Trends. Aber alle die es nicht hin geschafft haben, aus welchen Gründen auch immer, müssen auch nicht traurig sein. Manchmal muss man einfach langsamer treten, kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Und das ist gut so…

MBFW

Ein Teil von mir wäre unglaublich gerne dabei, im Rummel der Fotografen, Models und Designer. Und im Sommer möchte ich mir diesen Traum auch definitiv erfüllen. Doch Bloggen ist eine Sache der Organisation. Und manchmal muss man auch so ehrlich zu sich selbst sein und Abstriche machen. Auch wenn ich versuche nach bestem Gelingen Vollzeitjob und Bloggen unter einen Hut zu bringen, dann merke ich doch auch manchmal, dass ich irgendwann an meine Grenzen stoße.

Als ich angefangen habe zu bloggen, habe ich das aus Liebe zum Schreiben, zu Mode, Reisen und dem Austausch mit meinen Lesern gemacht. Ich wollte einen kreativen Ausgleich zu meinem Bürojob, der mir Freude bringt. Dabei war für mich immer klar: Wenn es mir keine Freude mehr bereitet, sondern in Stress ausartet, muss ich aufhören. Ende letzten Jahres war dann dieser Punkt bei mir erreicht, in dem ich mich ausgebrannt fühlte, teilweise völlig durcheinander war und der traurige Höhepunkt war, als ich an der Straße stand und keine Ahnung mehr hatte, wo mein Zahnarzt ist. Ich hatte einen Blackout und alles war einfach weg. Da habe ich gemerkt, ich muss mich auch mal schonen. So gerne man am Liebsten überall gleichzeitig wäre, es geht einfach nicht. Also verbringe ich die letzten Tage vermehrt damit, auf der Couch zu sitzen, zu entspannen und mich dafür von den schönen Bildern anderer Blogger, die zurzeit auf der Fashion Week sind, inspirieren zu lassen. Ich freue mich mit ihnen, dass sie tolle Shows besuchen dürfen oder Einladungen für diese und jene Veranstaltung bekommen haben. Ich leide mit ihnen, wenn ich sehe, wie verdammt kalt es zu sein scheint und dass sie nur in dünnen Sachen unterwegs sind. Und das alles bequem und ohne Stress von zu Hause aus.

Fashion Week ist zwei mal im Jahr und das immer. Es läuft uns Daheim gebliebenen ja in diesem Sinne nichts weg. Natürlich möchte ich im Sommer gerne auch Teil der Fashion Week sein und in Kürze bin ich in Düsseldorf beim Fashionblogger Cafe The Night. Aber manchmal muss man – auch wenn man nur ja nichts verpassen will – sich selbst einfach eingestehen, dass Jeder Grenzen hat und manchmal muss man auch auf seinen Körper hören, wenn dieser mit Ausschlag, Migräne und Blackouts reagiert. Manche von euch werden vielleicht auch einfach keine Zeit haben, weil sie zu Hause oder auf der Arbeit gebraucht werden. Darum freut euch lieber, dass es andere Blogs gibt, die das ganze Erlebnis mit euch teilen, als wärt ihr selbst dabei, anstatt nur neidisch darauf zu schielen, was die anderen machen. Es gilt, stets das Beste aus seiner Situation zu machen. Natürlich könnte immer irgendwas noch besser sein und natürlich gibt es immer Menschen, die es toller haben, mehr erleben, etc. Davon sollte man sich nur nie unter Druck setzen lassen. Und nur um dazu zu gehören sowieso nicht…

Aus welchem Grund seid ihr vielleicht nicht bei der Fashion Week? Und was haltet ihr von dem ganzen Trubel?

8 Gedanken zu “#MBFW – Für Daheim gebliebene

  1. Toller Artikel erstmal! Ich finde es auch sehr cool, wenn es einige Leute schaffen auf die Fashion-Week zu kommen und natürlich wäre man auch gerne da, aber alles hat ja seine positiven und negativen Seiten.
    Und ich finde es toll, dass du aus deinem „Blackout“ wieder erwacht bist.

    Liebe Grüße
    Sarah

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  2. Ich persönlich habe nicht das Verlangen auf der Fashion Week dabei zu sein, aber ich habe in meinem Bekanntenkreis schon das ein oder andere leidende ‚Warum dürfen die anderen und ich nicht?‘ oder ‚Verdammt, warum habe ich keinen Urlaub bekommen und muss arbeiten?‘ gehört. Da ist dein Post wirklich eine angenehme Abwechslung 🙂 Sehr schön geschrieben und sehr wahr. Ich persönlich mache mir da auch keinen Stress. Natürlich mag ich Mode, klar wäre ich gerne mal dabei, aber es gibt einfach wesentlich wichtigere Dinge im Leben, da sollte man wirklich nicht zur neidischen Giftspritze werden und es denen gönnen, die dort sind.

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  3. Du hast total recht, manchmal muss man einfach auch mal ohne schlechtes Gewissen daheim bleiben. Denn das Bloggen soll niemals Stress sein! Gut, dass man sein eigener Chef ist und selbst entscheiden kann, wo man hingeht. Und wo nicht 😉 Und dafür sollte man sich auch echt nicht schämen. Manche machen das Bloggen als Vollzeit-Job, die können natürlich alles mitnehmen, was so geht. Aber das kann eben nicht jeder. Und das ist auch gut so 🙂

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