MFb: Mein Freund bloggt über´s Zusammenziehen

Hey Ihr da draußen,

heute müsst Ihr wieder mal mit mir Vorlieb nehmen. Keine Angst, diesmal geht es auch nicht um den Ernährungsplan von Heidi Klum, sondern um ganz alltägliche Situationen, die jeder kennt. Ich mein, sind wir mal ehrlich, wer kennt es nicht: Man fängt einen neuen Job an, fährt mit seinen neuen Kollegen eine Woche auf ein Teambuilding-/ Kennelernseminar und kaum kommt man zurück… Tja, wohnt man eben nicht mehr daheim. So ging es mir damals, als meine Mutter und meine Freundin mich quasi ungefragt umgezogen haben…

Maracujabluete-Modeblog-Kolumne-MeinFreundbloggt-Männerblog-Meinung-Zusammenziehen-Paar

Okay, also wie Ihr ja jetzt alle festgestellt habt geht es ums Zusammen ziehen bzw zusammen wohnen. Da es bei uns im Freundeskreis auch ein paar Leute gibt, die jetzt zusammenziehen oder umziehen, war es ganz interessant wieder an die Anfänge zu denken.

Zuerst einmal freut man sich, wenn man mit seinem Partner zusammenzieht. Die Vorstellung ist super schön, man kann den ganzen Tag mit dem Menschen verbringen, den man über alles liebt und muss abends nicht heimfahren oder auf Familienmitglieder oder „Besuchszeiten“ Rücksicht nehmen. Jeden Abend schön zusammen in das Bett kuscheln, zusammen nebeneinander einschlafen und am Morgen bei warmen Sonnenschein und Vogelgezwitscher zusammen aufwachen… So viel zur Theorie… Erst einmal ist so ein Umzug mit haufenweise Arbeit verbunden. (Gehen wir mal davon aus man hat sich schon mal auf eine gemeinsame Wohnung geeinigt). Nicht nur dass man alle seine Möbel ab- und aufschlagen und transportieren muss, nein, jetzt geht es auch das erste Mal darum, dass man „Kompromisse“ eingeht. Dabei vergisst man meist, dass man nun auch zwei Geschmäcker vereinen muss. Achtung, an alle Männer da draußen: Hierzu zählen Bilder und Trikots eures Lieblingsvereins, eure Bücher und Comics genauso wie eure PC-Spiele und DVD /Blue-Ray Sammlung. Man mag es nicht glauben, aber kaum eine Frau versteht die Schönheit eines großen Stadionbildes oder eines Fantasy-Drachen-Bildes in ihrem Schlafzimmer zu schätzen. Glaubt mir, unzählige ewig lange Diskussionen prägen eure ersten Tage und Wochen, bis ihr die Sachen dann trotzdem wegräumen müsst. Aber keine Angst, ihr werdet schnell feststellen, dass SIE auf jeden Fall sowieso 50 mal im Jahr umdekorieren MUSS.

Nun, jetzt denkt ihr sicher, wenn sich dann nach den ersten Tagen die Dekosituation geklärt hat und wir Männer eingesehen haben, dass es in einer gemeinsamen Wohnung nur die Meinung der Frau und die Falsche gibt, wird alles so wie oben beschrieben… Aber nein, sooo einfach ist das leider auch nicht. Schnell fällt einem auf, dass der Partner ja die ganze Zeit noch ein Leben ohne einen hatte. Sei es, dass man auf einmal mitbekommt, dass der Freund ja jeden Abend zwei Stunden zockt und vielleicht zwei bis dreimal die Woche Sport macht, oder dass die Freundin oft shoppen geht, sich mit Freundinnen trifft oder reiten geht. Schnell wird klar, dass man effektiv ja doch nicht viel MEHR Zeit zusammen hat als vorher. Ganz zu schweigen von dem ganzen Alltag, ständig ist die Wäsche nicht rechtzeitig gemacht, einer muss ständig einkaufen, putzen, kochen, spülen, und und und… Gerade in den ersten Wochen nachdem man frisch zusammen gezogen ist (vielleicht auch noch das erste Mal umgezogen ist), wird einem klar, dass sich das „bisschen Haushalt“ eben doch nicht von alleine macht. Aber keine Angst, das ist normal. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange es gedauert hat, aber mittlerweile wasche ich die Wäsche (okay, ich brauche eben meine Fussballtrikots in bestimmten Farben an bestimmten Tagen) bei uns und obwohl wir schon relativ lange zusammen wohnen ist unser gemeinsamer Putztag am Dienstag doch noch relativ jung. Aber früher oder später pendelt sich das eigentlich immer ein.

So abschließend bleibt natürlich zu sagen, dass es eigentlich wunderschön ist, wenn man zusammen wohnt… zumindest sagt das meine Verlobte immer;P

Aber ehrlich, auch ich finde es toll und es ist definitiv klar, zusammenziehen und zusammenwohnen sind Sachen, an die man sich gewöhnen muss und die sich ständig weiterentwickeln, aber eines kann man sich gewiss sein, es gibt nichts Schöneres als an einem stressigen Abend, nach einer stressigen Familienfeier einfach abends mit seinem Partner in seine eigenen Vier-Wände zurückzukommen.

Ach ja, und nicht vergessen, noch ein Tipp an die Männer dort draußen… Hängt ruhig ab und an mal „nur aus Prinzip“ auch mal ein Bild auf welches euch gefällt, dekoriert wenn SIE auf Seminar ist mal etwas um, oder kramt ein paar alte von ihr ausgemusterten Sachen von euch wieder mal hervor… Ein bisschen Feuer ab und an tut jeder Beziehung gut.

Den ersten Teil meiner Männer-Kolumne zu Frauenthemen gibt es übrigens hier.

 

10 Gedanken zu “MFb: Mein Freund bloggt über´s Zusammenziehen

  1. Ich finde es total interessant, auch mal die Meinung aus der Sicht eines Mannes zu hören.
    Das Zusammenziehen steht bei uns wahrscheinlich auch noch in diesem Jahr an und da gibt es jetzt schon die ersten Diskussionen. Aber früher oder später wird mein Freund auch noch einsehen müssen, dass Frauen bei der Einrichtung das Sagen haben. 😀

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s