#Hairgoals – und das Drama mit dem Umstyling

Huhu ihr Hübschen,

heute habe ich mal einen Beitrag aus der Kategorie „Beauty“ für euch. Zugegeben, das Problem besteht vermutlich schon fast genau so lang, wie es Frauen gibt. Und es ist vermutlich gleichzeitig auch eines der Luxusprobleme unserer Zeit. Wovon ich spreche? Frauen und Haare. Nicht umsonst heulen zuverlässig zahlreiche Kandidatinnen von GNTM – auch heute Abend wieder – jedes Jahr beim Umstyling, als hätten sie ihr liebstes Haustier verloren. Und nicht umsonst wird der Gang zum Friseur fast jedes Mal zur Zerreißprobe. Doch was ist das eigentlich mit Frauen und Haaren? Und was kann man tun, um das Risiko unglücklich zu werden, zu minimieren?

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Unzählige Fotos auf Instagram mit dem #Hairgoals inspirieren uns zu neuen Looks, einer besseren Haarpflege usw., sodass wir im Anschluss uns doch wieder zum Friseur trauen mit den Worten: „So würde ich gerne aussehen. Geht das denn?“ Und während wir da im Friseurstuhl sitzen, die mehr oder weniger neuen Klatschblätter lesen, bangt ein Teil in uns schon ziemlich panisch. Was wenn es nicht so wird, wie gehofft? Was wenn sie vielleicht ZU VIEL ABSCHNEIDET??? Oder wie bei mir der Gedanke: Wenn ich am Ende nun wieder rötliche Haare habe? Aber warum sind die Haare uns Frauen so heilig? Und warum gibt es jedes Mal wieder jede Menge Tränen um etwas, das ohnehin wieder nachwächst und problemlos verändert werden kann?

Das Problem

Wir Frauen definieren uns häufig auch über unsere Weiblichkeit. Denn vielfach sind es eben doch irgendwie die Haare, die das Zarte in uns betonen. Nicht umsonst wird bei Umstylings einer Frau in einen Mann die Mähne unter einer Perücke versteckt. Schon als kleine Mädchen haben wir unseren Barbies Frisuren gezaubert, haben niedliche Zöpfe bekommen, das war eben schon immer so ein Mädelsding. Tut mir Leid wenn ich da jetzt ein wenig Antifeministisch klinge. Aber wenn man nun einer Frau zu viel ihrer Mähne – auf die sie vielleicht ziemlich stolz ist – wegschneidet, fühlt sich Frau vielerorts weniger weiblich, weniger attraktiv. Selbst in Unterwäsche-Kampagnen – und ich sage da nur Victoria Secret oder Hunkemöller – werden lange Haare mit Sexyness und Verführung verbunden. Ein neuer fancy Haarschnitt, der das Gesicht edler, vielleicht auch mehr sophisticated wirken lässt? Gerne. Aber die 2 cm mehr sind eindeutig zu viel!

Wenn Frau sicher gehen will

Wer keinerlei Risiko eingehen möchte hat mehrere Möglichkeiten: Immer beim gleichen Schnitt und Farbe bleiben. Tut aber ohnehin fast niemand, weil man ja doch auch mal was Neues möchte und auch braucht. Wir verändern uns, wieso sollten sich unsere Haare also nicht auch ändern? Schließlich sollte unsere Frisur auch zu uns passen und unsere Art unterstreichen. Sinn macht es aber, wenn man Experimente wagen möchte, sich vorher zu informieren – über Freunde, das Internet, Blogger, etc. welcher Friseur das Gewünschte (z.B. Balayage, Strähnen, was auch immer) besonders gut kann. Hier muss man teilweise auch etwas mehr investieren. Auch wenn Starfriseure natürlich nicht immer ihr Geld wert sind. Wichtig ist nicht der Preis, sondern eine gute Qualität, die im Verhältnis zum Preis steht. Von Selbstversuchen und Drogerieprodukten lasse ich mittlerweile komplett die Finger. Das minimiert doch etwas das Risiko. Wer unerfahren im Umgang mit Haarprodukten ist, kann da – gerade mit blond – vieles schlimmer machen. Und niemand möchte nachher gelbe oder orangene Haare. Zudem macht es Sinn, euch vorher genau zu überlegen, was gemacht werden soll und wie es aussehen soll und das genau beim Friseur zu definieren. Wer nicht sagt was er will, braucht sich auch nicht wundern, wenn er eben nicht bekommt was er sich heimlich gewünscht hat. Und habt im Hinterkopf: Genau gleich wie auf dem Foto werden eure Haare sicher nie aussehen. Jedes Haar hat andere Farbanteile und Voraussetzungen.

Wenn es dann doch mal schiefgeht

Wenn euer Ergebnis vollkommen anders als gewünscht aussieht, traut euch bitte bitte auch, das zu bemängeln und um Ausbesserung zu beten. Geht nicht unzufrieden raus und ärgert euch zu Hause. Viele Friseure sind auch bereit, noch mal nachzubessern, wenn ihr freundlich nachfragt. Wenn euer Blond z.B. nicht hell genug geworden ist, kann auch zu Hause noch mal sehr gut und einfach mit Silbershampoo und Spülung nachgeholfen werden. Nach mehreren Haarwäschen seht ihr hier schon ein Ergebnis. Wovon ich jedoch – aus persönlicher Erfahrung – abraten würde, sind Aufhellungssprays. Diese sind sehr aggressiv und wirken dauerhaft angewendet schädlich auf die Haare und machen diese häufig strohig. Und vergesst einen wichtigen Punkt nicht: Euch machen eure Haare nicht zu einem anderen Menschen. Es kommt auf euch an, nicht auf eure Frisur. Und überhaupt: Alles wächst nach.

Habt ihr schon schlimme Erfahrungen beim Friseur gemacht?

Oder seid ihr generell eher entspannt bei diesem Thema?

 

2 Gedanken zu “#Hairgoals – und das Drama mit dem Umstyling

  1. Hey, ich war gestern auch erst beim Friseur. Gehe auch nur noch zu meinem Stammfriseur. Andere lasse ich nicht mehr dran. Aber trotzdem mag ich die ganze Zeit nicht in den Spiegel gucken, erst wenn sie fertig ist. Denn sonst denke ich die ganze Zeit, hach offentlich wird es so wie ich es wollte. Aber auch diesmal alles bestens. Bin zweimal „fremd gegangen“, weil ich schnell einen Termin wollte, ging nach hinten los. Zum Schluss saß ich bei meinem Stammfriseur und der musste retten, was zu retten war. Experimente mit anderen Friseuren sollte man lassen, wenn man einen hat mit dem man zufrieden ist.

    LG Eileen von http://www.smalltowndreamings.wordpress.com

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