Cooperation Fails – Die nervigsten Kooperationsanfragen

Ihr Lieben,

auch wenn ich mich sonst eher zurückhalte – oder es zumindest versuche – was das „Aufregen“ angeht, besonders über die Dinge, die ich nicht ändern kann – muss ich heute doch mal ein wenig Dampf ablassen. Ein Beitrag über dreiste Anfragen von Firmen, die kein Budget für Blogger haben, über eine Menge zusätzlicher Sonderwünsche und über ganz eigene Zahlungsziele… Was mich als Blogger am meisten nervte und was ich Firmen und Bloggern in Sachen Kooperation ans Herz lege, erfahrt ihr heute.

Maracujabluete-Fashionblog-Mannheim-outfit-streetstyle-boho-strandbar-casual-style-7

Eine der schönsten Bestätigungen der eigenen „Arbeit“ beim Bloggen ist wohl für jeden Blogger die erste Kooperationsanfrage. Was eigentlich nur als Hobby begonnen hat, in welches man viel Zeit und Liebe – und auch Geld – investiert hat, bringt ab und an irgendwann gewisse Annehmlichkeiten mit sich. Und ich bin dankbar, für jede Anfrage die ich erhalte und gebe mir Mühe, den Partnern das Beste zu liefern und das auch noch möglichst zeitnah. Was mich dann aber doch auf die Palme bringt, sind folgende Dinge:

Kleine Firmen ohne Budget / mit Gutscheinen

Jeder hat mal klein angefangen. Auch die großen Unternehmen. Wenn mich ein junges Unternehmen anschreibt und ein überzeugendes Konzept hat, schreibe ich darüber auch sehr gerne. So war es z.B. auch beim Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Hierfür durfte ich mir Kleidung für ein Shooting leihen und bekam am Ende einen Gutschein, den ich bis heute nicht eingelöst habe. Aber das Thema fand ich sowohl für meinen Blog als auch für meine Leser interessant. Dann ist mir das auch egal, da ich trotzdem einen Mehrwert für euch durch den Beitrag habe. Anders ist das, wenn ich nicht vom Thema überzeugt bin, oder mir Gutscheine für 15 EUR angeboten werden für einen Shop, in welchem mir rein gar nichts gefällt. Diese Anfragen lehne ich dann gleich ab. Ich bin immer auch bereit, preislich entgegen zu kommen, möchte mich aber nicht unter Wert verkaufen. Und das sollte kein Blogger. Ihr investiert Zeit und Mühe, macht Fotos, fahrt an Shootingorte, schreibt stundenlang an Beiträgen und bereitet diese auf. Das muss etwas wert sein.

Ständige Sonderwünsche und Korrekturen

Zu Verhandlungen bei Kooperationen gehört dazu, dass jeder klar für sich weiß und formuliert, was er will. Der Blogger, was er für welchen Preis bietet und die Firma, was sie zahlen kann und dafür erwartet. Was mich aber zur Weißglut bringt, nachdem ich wie oben beschrieben preislich sehr entgegen kommend war und die Zusammenarbeit ausgemachte Sache war: Ständige neue Sonderwünsche. Statt wie vereinbart einen Instapost, eine Instastory und einen Facebookpost, bei welchen ich textmäßig komplett frei bin – kommen auf einmal Zusatzwünsche. Bitte an 3 verschiedenen Terminen posten, bitte hier einen Link und da doch noch 2 Links haben wir gerade überlegt. Und könntest du hier ein anderes Bild verwenden, auf diesem sind Marken, die wir nicht haben (ohne mir vorher mitzuteilen, welche Marken vertreten sind). Und dann verwende unbedingt diese Hashtags und diesen 5 seitigen Roman mit tausenden Zusatzinfos, die kein Mensch braucht. Wer einen Preis verhandelt, kann nicht hinterher für seine 40 EUR mehr verlangen als vereinbart. Das sind solche Dinge, die macht man mit, um nicht unzuverlässig zu sein, aber man weiß genau, dass man mit dieser Firma nie wieder zusammen arbeiten will.

Die Sache mit dem Zahlungsziel

Bestelle ich als Kunde bei einem Online Shop etwas, dann habe ich das i.d.R. innerhalb von 2 Wochen zu zahlen. Ansonsten erhalte ich eine Mahnung und werde schlimmstenfalls vor ein Gericht gezerrt. Jede Firma kann selbst entscheiden, wie lange sie den Zahlungszeitraum für Kunden einräumt. Nun beraume ich auch üblicherweise 2 Wochen an für Zahlungen. Besonders gut war dazu folgende Aussage: „Vielen Dank für die Rechnung. Unser internes Zahlungsziel liegt aber bei 4 Wochen“. Das allein finde ich schon etwas unverschämt, weil ich in dem Moment die Firma bin. Und ich kann auch nicht bei H&M bestellen und denen sagen, sie müssen halt noch 4 Wochen warten weil mein eigenes Zahlungsziel bei 4 Wochen liegt. Aber na gut, dann wartet man eben 4 Wochen. Und eine 5. Woche. Nur um dann immer noch keine Zahlung erhalten zu haben. Erst nach einer Mail meinerseits mit Zahlungserinnerung sowie einem Telefonat mit der Agentur wurde das Geld überwiesen. So etwas ist einfach nur dreist, schließlich wartet mein Vermieter auch keine 3 Wochen länger bis ich zahle.

Welche Erfahrungen habt ihr schon mit Kooperationen gemacht

und welches waren eure schlimmsten Erlebnisse?

Ein Gedanke zu “Cooperation Fails – Die nervigsten Kooperationsanfragen

  1. Liebe Madeleine,

    Deinen Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen. Ich habe noch nicht so viel Erfahrung mit Kooperationen und bin dankbar für Deinen Erfahrungsbericht. Da darf man ruhig auch mal Dampf ablassen. Da weiß ich, womit ich vielleicht mal zu rechnen habe. Die Krönung ist, dass Kunden ihrem Lieferanten sagen, wie die Zahlungsziele sind. Leider kann ich dies -vor meinem hauptberuflichen Hintergrund- bestätigen. Je größer die Unternehmen sind und je mehr Marktmacht sie besitzen, desto dreister gebärden sie sich. Schließlich sind neue Lieferanten und Dienstleister schnell gefunden. Wer sich hier in Abhängigkeiten befindet, schluckt die Kröte, bevor er diesen Kunden verliert und seinen Laden selbst abschließen kann. Jeder muss selbst wissen, wie weit er zurückstecken kann, doch auf keinen Fall sollte man sich nur um der Kooperation willen alles gefallen lassen. Weiterhin viel Erfolg!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s