Meine schlimmsten Reiseerlebnisse

Ihr Lieben,

wie ihr wisst, führe ich euch auf meinem Blog am Liebsten an besonders schöne Orte und teile einige meiner wertvollsten Momente mit euch. Was ich eher selten teile, ist die negative Einstellung mancher Menschen und die eben auch nicht immer ganz so perfekten Momente. Darum heute mal eine Art Fail-Post. Was mich auf Reisen besonders genervt hat, womit ich Probleme hatte und warum auch im Paradies nicht alles türkisblau ist, was danach aussieht…

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Eine Reise, bei der alles schief ging: Prag

Würde mich jemand nach meiner „schlechtesten“ Reise fragen, würde mir sofort die Kursfahrt nach Prag im Januar 2008 einfallen. Damals bestand die Auswahl zwischen Rom, Prag, Wien und Zillertal. Zwischen meinen Freunden herrschte Uneinigkeit wohin es gehen sollte und irgendwann mussten wir uns alle entscheiden. Ich wusste nicht viel über Prag, aber weil es so ungewöhnlich klang, entschied ich mich für Prag. Und nur eine andere Freundin von mir auch. Den Rest verschlug es überwiegend nach Wien oder Rom. Und mit dieser einen Freundin verstritt ich mich direkt am 1. Tag – die Zimmerverteilung war schuld-, sodass der Grundstein dieser Reise schlechter nicht sein konnte. Zudem wusste ich mit 17 leider noch nicht, dass Prag Ende Januar eine ganz schlechte Idee ist, weil bitterkalt. Und so zog uns auf unseren täglichen Gewaltmärschen durch diese eigentlich recht charmante Stadt immer eisiger Wind und Regen um die Nasen und das Frühstück in unserem Hotel – recht nah am Rotlichtmilieu gelegen – schmeckte nach Plastik. Nicht zu vergessen die ewigen Ermahnung unserer Lehrer, gut auf unsere Sachen aufzupassen und niemals alleine abends raus zu gehen. Also es tut mir Leid, liebes Prag. Wir hatten einen schlechten Start. Ich befürchte, ich komme nie wieder.

Tourismus zerstört die Kultur in Bali

Wer nach Bali reist, verbindet damit eine wundervolle einzigartige Kulturerfahrung und spannende Landschaften. Grüne Reisfelder und freundliche Menschen. Und all das fanden wir in Bali auch. Aber eben auch Armut und Betrug. Die meisten Balinesen sind super gastfreundlich und wir haben uns immer sehr wohl und sicher gefühlt. Aber leider merkt man auch, dass der Tourismus und der Reichtum ebendieser auch die Kultur und Freundlichkeit der Balinesen in Mitleidenschaft zieht und immer mehr typische Sehenswürdigkeiten auch eine Menge Menschen anziehen, die eben betteln oder einen auch mal gerne über´s Ohr hauen wollen (Den Bericht dazu gibt es hier). Das hat den guten Eindruck schon kurzzeitig ein wenig zerstört, da die Menschen, welche allesamt an den Wegen lagern auch teils sehr massiv werden können. Ein weiterer Minuspunkt war dann das Meer bei Nusa Dua, das manchmal voller Algen und manchmal sogar voller Müll war, und das obwohl regelmäßig der Strand gesäubert wurde. Aber man darf bei all den Traumbildern aus dem Internet auch nicht vergessen, dass Bali ein armes Land ist und die Menschen im Landesinneren oft nur in ganz einfachen Wellblechhütten leben und dort ihren gesamten (Plastik-)Müll einfach verbrennen. Man sieht eben auch viel Elend. Nichts desto trotz ist Bali immer eine Reise wert und definitiv ein geradezu magisches Reiseziel. Ich möchte auf jeden Fall wieder hin.

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Die am meisten überschätzte Stadt der Welt: San Francisco

Was habe ich nicht alles schon Tolles über San Francisco gehört. Viele sagen sogar, das sei die schönste Stadt der Welt. Und wenn man rein die Lage am Meer betrachtet, den hübschen Pier 39 (der jedoch ziemlich übel riecht wegen der Seehunde) und den Baustil der Häuser dann ist sie das vielleicht auch. Zweifelsohne kann man sagen, San Francisco ist schön. Ohne Menschen. Als wir am Abend in unserem Hotel ankommen und der Rezeptionist uns erst mal mitteilt, dass wir das Obdachlosenviertel nebenan besser meiden sollten, fühlt es sich nicht mehr wie die beste Stadt der Welt an. Der Gang nach draußen wird gefühlt zum Spießrutenlauf zwischen Betrunkenen, Drogenjunkies, Verrückten die vor sich hinreden und Obdachlosen, welche teils gröhlend und pöbelnd auf den Straßen stehen und unterwegs sind und der Geruch von Urin auf dem Straßenpflaster ist überall präsent. Ich bin froh, als wir wieder sicher im Hotel sind und ein wenig enttäuscht. San Francisco ist in allem stark überteuert (Hotelübernachtung, Parken,…) und hat zwar irgendwie seinen Charme, richtig für sich gewinnen kann mich die Stadt aber nicht.

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Worüber niemand spricht: Die unsicheren Momente beim Reisen

Reisen ist mittlerweile gefühlt das Normalste auf der Welt. Alle fliegen problemlos überall hin und man ist unterwegs, als gäbe es ja immer ein Auffangnetz und einen doppelten Fallschirm. Dass manchmal aber unsichere oder gefährliche Situationen hinter schönen Bildern stecken, ist vielen nicht bewusst. Dass z.B. Mexiko mit die höchste Kriminalität vorzuweisen hat, sieht man nicht hinter den traumhaften Bilder von leeren weißen Stränden und schönen Influencern in neuen Bikinis. Dass immer wieder Touristen selbst aus Gegenden wie Playa del Carmen – das eigentlich als recht sicher gilt – verschwinden oder ausgeraubt werden, K.O.-Tropfen verabreicht bekommen, wusste nicht mal ich, bevor wir dieses Jahr dort waren und uns deshalb informiert haben. Und irgendwie finde ich es auch gefährlich immer nur das Schöne Traumhafte zu zeigen und dabei nicht auf Risiken hinzuweisen. Uns ist natürlich zum Glück nichts passiert und wir haben uns auch nicht so unsicher gefühlt, selbst als wir vor dem Blue Parrot standen, das noch genau so aussah, wie es nach der Schießerei wegen Drogen im Februar diesen Jahres verlassen wurde.

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Dafür wurde mir doch ein wenig anders, als wir in San Jose, Costa Rica – auch keine ungefährliche Stadt – am Abend am Flughafen standen und unsere Autovermietung bereits geschlossen hatte. Ehe wir es uns versahen, standen wir mit einem Polizist – die teils auch für Korruption bekannt sind – und einem seltsamen Taxifahrer mutterseelenallein auf einer anderen Ebene des Flughafens. Eingestiegen sind wir dann trotzdem in das Taxi, das eher aussah wie ein alter Privatwagen, der seine besten Zeiten schon hinter sich hatte und fuhren über verlassene Feldwege durch das unbekannte San Jose bis zu unserem Hotel – das etwas abseits lag. In solchen Momenten gehen einem schon auch Gedanken im Kopf herum wie: „Wenn er uns nun unser Gepäck wegnimmt und uns hier im Nirgendwo verscharrt, findet uns doch nie jemand.“. Naja, wir sind gut angekommen und haben vor lauter Dankbarkeit noch großzügig Trinkgeld gegeben. Vielleicht bin ich auch überängstlich, aber ich wollte auch gerne diese Momente mit euch teilen…

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Was ist euch schon auf Reisen passiert und was waren eure schlimmsten Reisen?

 

Ein Gedanke zu “Meine schlimmsten Reiseerlebnisse

  1. Oh Gott, gut dass Du so einen Beitrag schreibst!
    In Prag habe ich auch so eine schlechte Erfahrung gemacht! Ich wurde bedroht auf der Straße voller Menschen und keiner hat ein Wort für mich verloren, die Einheimischen waren soo unfreundlich zu uns, wurden überall verarscht und ich habe mir auch versprochen, dass ich nie wieder nach Prag gehe!

    Liebe Grüße
    Sophiko

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