Ihr Lieben,

bevor unser Flug nach Westkanada ging, haben wir uns natürlich bereits im Voraus überlegt -oder genauer gesagt eine Liste gemacht – was wir in den 3 Wochen so alles gerne machen würden. Möglichkeiten gibt es gefühlt unbegrenzt viele, ein paar der schönsten stelle ich euch im heutigen Beitrag vor, einige haben wir auch selbst gebucht und ausprobiert, andere widerum waren zeitlich nicht machbar oder zu teuer. Ein kleiner Überblick meiner persönlichen „Must-Do´s“ für Westkanada…

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Was mir persönlich als langjähriger Reiterin sehr am Herzen lag: Ein Ausritt im Hinterland, vielleicht ja sogar mit der Option Bären sehen zu können. Ich habe zuvor auch ziemlich lange und viel gegoogelt, welcher Anbieter der Beste ist und wo man was für wie viel Geld bekommt. Letzendlich haben wir unseren Ausritt bei der viel gelobten Boundary Ranch in Kananaskis gebucht und das auch nicht bereut. Wir hatten den letzten Ritt der gesamten Saison (diese endet am 01.10.) und so waren wir dann auch nur zu zweit mit Shaney unterwegs, quer durch den Wald über abenteuerliche Wege und mit fantastischem Ausblick auf die Rocky Mountains. Die Pferde waren auch super lieb und wir fühlten uns sehr gut aufgehoben. Einziger Minuspunkt: Wir durften weder Traben noch gallopieren, der Ritt ist also eher etwas für Anfänger und Gemütliche. Ein weiterer Anbieter, den ich ins Auge gefasst hatte, ist Moose Mountain Horseback Adventures, eine Ranch, die von einer deutschen und einem Kanadier (?) betrieben wird und ebenfalls sehr gute Bewertungen hat und tolle Pakete anbietet. Unter anderem kann man hier wohl auch je nach Erfahrung traben usw. Wenn ihr also Erfahrungen damit habt, immer her damit.

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Unterwegs in Kanada reizten mich eigentlich 2 weitere Tiererlebnisse: Eine Bärenbeobachtungstour und eine Whale Watching Tour. Zweiteres wollten wir eigentlich in Telegraph Cove buchen, da dies der beste Ort für Orca-Sichtungen ist. Diese halten sich bis Ende September in der Johnston Straite auf, Touren sind z.B. über Stubbs Island Whale Watching buchbar. Eine Alternative, die ich gerne gewählt hätte aber für die zu wenig Zeit blieb ist Sea Wolf Adevntures, wo man wahnsinnig tolle Kombitouren mit Bären- und Whalewatching buchen kann und dabei noch vieles über die Natives dort lernt. Beides unbedingt vorreservieren, da die Plätze schnell belegt sind und nicht an jedem Tag rausgefahren wird. Leider hatten wir hier ziemlich Pech, sodass die Orcas warten mussten. Diese sind übrigens gefühlt nur auf der Ostseite von Vancouver Island, im Westen (z.B. von Tofino aus) werdet ihr vorwiegend eher Buckelwale sehen können. Dafür gibt es dort etliche Bärentouren, wie wir sie gebucht haben (Adventure Tofino Wildlife Adventures, ebenfalls von einem Deutschen betrieben). Wir sind also morgens super früh und bei massig Nebel in den Clayoquot Sound rausgefahren, wo wir die Ufer abgefahren sind und nach Bären Ausschau gehalten haben. 3 Stück haben wir sogar gesehen, allerdings war die Sicht für meine Kamera etwas zu schlecht leider. Dennoch war es ein wunderschönes Erlebnis. Allerdings seht ihr hier in der Regel nur Schwarzbären. Grizzlies leben überwiegend in den geschützten Bereichen wie dem Great Bear Rainforest, welchen ihr nur mit dem Boot – Kostenpunkt um die 300 EUR p.P.) erreicht. Uns war das allerdings etwas zu teuer, weswegen wir darauf vorläufig verzichtet haben.

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Ein weiteres Must Do auf unserer Liste war defintiv eine Kanufahrt auf einem See. Weitere Möglichkeiten für Abenteuerlustige sind z.B. Kayak-Touren auf dem Meer oder Rafting im Athabasca River. Aber man kann ja nicht alles mitmachen. Für unsere Kanutour hatten wir uns eigentlich mit dem Moraine Lake den schönsten See in Westkanada ausgesucht, umgeben von Bergen und mit wahnsinnig petrolfarbenem Wasser. Allerdings war bereits Wintereinbruch, weswegen die Boote zu diesem Zeitpunkt im September nicht mehr vermietet wurden. Etwas mehr Glück hatten wir dann am Emerald Lake, welcher im Yoho Nationalpark liegt und damit ein paar Grad wärmer war. Hier haben wir für eine Stunde Fahrt circa 70 CAD gezahlt und hatten dafür eine wunderschöne Aussicht auf die Berge und Wälder, die den wunderschönen See umgeben. Weitere Möglichkeiten zum Kanufahren sind der Lake Louise (hier hat das Wetter nur nie mitgespielt) und der Maligne Lake (hat uns nicht so überzeugt, da es zwar günstiger ist, der See aber durch die „normale“ Farbe etwas unspektakulär aussah).

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Wir hatten auch überlegt, eine Gletschertour auf das Columbia Icefield zu unternehmen, auf welches Busse einen für circa 100 CAD p.P. hoch fahren, einiges über das Eis erzählen und man anschließend noch auf den Skywalk darf. Da wir aber ohnehin genug Schnee und Eis auf unserer Reise hatten, haben wir uns dann doch dagegen entschieden und uns das Geld lieber gespart. Eine weitere spannende Aktivität – aber leider auch ganz schön teuer – ist ein Historic Mail Flight. Dieser ist buchbar über Corilair und man hat die einmalige Möglichkeit mit dem Postflugzeug in die abgelegeneren Teile des Landes zu kommen + man hat die tolle Aussicht. Genaue Preise kenne ich leider nicht, wir hatten auch etwas zu wenig Zeit um so viel zu unternehmen und zu buchen. Aber das hätte uns eben auch noch sehr gereizt. Ich hoffe ich konnte euch die ein oder andere Inspiration für euren Kanada-Trip geben und wenn ihr noch Fragen habt, schreibt mir einfach.

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