Guten Morgen ihr Hübschen,

vor Kurzem ist ja mein XXL-Reisebericht zu unserem Island Roadtrip online gegangen. Wer mir schon etwas länger folgt, weiß, dass ich bereits im Herbst vor 3 Jahren das erste Mal die Insel besucht habe und unglaublich begeistert von der Natur und der Vielfalt dieses Landes war. Jetzt waren wir im Sommer noch mal da und auch die warme Jahreszeit hat ihre Reize auf Island. Aber wann ist denn nun die beste Jahreszeit für eine Reise nach Island?

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Sommer auf Island

Was ihr sehen & tun könnt und die Vorteile

Sommer bedeutet Hauptsaison auf Island. Wir waren Ende Juni dort, als die Preise gerade noch so in Ordnung waren, ab Juli steigen diese aber stark an. Vorteil im Sommer: Ihr müsst nicht so dicke Klamotten einpacken, eine einfache dünne Regenjacke und ansonsten dünnere Pullover und normale Jeans reichen völlig aus, um nicht zu frieren. Wir hatten im Schnitt immer zwischen 12-20 Grad und die meiste Zeit Sonnenschein, das macht es dann auch sehr angenehm, weitere Strecken zu wandern oder auch mal wo zu verweilen. Zudem habt ihr nur in den Sommermonaten bis Ende August die Möglichkeit, Puffins auf Island zu sehen. Vorausgesetzt, die bekannten Brutplätze sind nicht gerade gesperrt für Autos. Ebenfalls zu sehen: Orcas in Olafsvik. Generell sind in den Sommermonaten die Chancen auf Walsichtungen nicht schlecht auf Island. In der Regel sind alle Straßen offen und ihr habt weniger mit Extremwetter zu kämpfen. Regen hatten wir auch kaum und so fanden dann auch alle gebuchten Touren statt (kann sich mit Unwettern schnell ändern). Farblich ist die Landschaft im Sommer voller Kontraste zwischen knallgrün und schwarzem Sand /Gestein, was auch wahnsinnig schön aussieht. Außerdem sind die Tage praktisch endlos lang, sodass ihr bis nachts noch unterwegs sein könnt und dadurch viel mehr sehen könnt. Das ist Gold wert, wenn ihr nicht so lange Zeit auf Island habt. Zudem toll: Alle Seehundefans kommen im Sommer auf ihre Kosten, liegen diese doch an verschiedenen Sandbänken – u.a. am Diamond Beach – herum und sonnen sich. Im Herbst haben wir damals nicht einen gesehen. Auch waren gefühlt im Sommer WESENTLICH mehr Isländer und Schafe überall unterwegs, im Herbst mussten wir dann doch eher mal „suchen“.

Maracujabluete Reiseblog Island Stokksness

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Wahle Watching Island

Nachteile / was ihr bedenken müsst

Im Sommer sind natürlich auch mit die meisten Touristen auf Island und so müsst ihr schon sehr früh oder sehr spät an den Hot Spots sein, um diese für euch zu haben. Weiterer „Minuspunkt“: Die dramatischen Bilder mit unwirklichen Lichtverhältnissen bekommt ihr bei strahlend blauem Himmel natürlich nicht hin. Ebenso sinkt die Wahrscheinlichkeit auf Nordlichtsichtungen gegen Null. Auch für Gletschertouren und Eishöhlentouren gibt es weniger Möglichkeiten im Sommer, das muss natürlich auch bedacht werden. Ähnliches gilt für die Gletscherlagune Jökulsarlon. Die hat zwar ganzjährig Eisbrocken, allerdings lagen als wir am Diamond Beach waren praktisch keine Eisbrocken am Strand. Im Herbst sieht das allerdings wunderschön dort aus.

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Der Herbst auf Island

Was ihr sehen & tun könnt und die Vorteile

Im Herbst ist bereits Nebensaison. Einerseits wird es leichter, freie Unterkünfte zu finden und zum anderen kommt ihr häufig günstiger davon was die Buchungen angeht. Auch im Herbst ist noch viel los, aber eben schon etwas weniger. Im September und Oktober hat man bereits gute Chancen, Nordlichter zu sehen und die meiste Zeit ist das Wetter zwar wechselhaft aber erträglich. Toll im Herbst sind vor allem die vielen unterschiedlichen Farben und das tolle Licht, weswegen ich gerade für (Hobby)fotografen den Herbst eher empfehlen würde. Durch den regelmäßigen Regen gibt es zudem praktisch ständig Regenbögen zu sehen. Außerdem eröffnen wieder die Tourenanbieter für Gletscher- und Eishöhlentouren auf dem Langjökull.

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Nachteile / was ihr bedenken müsst

Wie bereits erwähnt, Chancen auf Puffinsichtungen gibt es im Herbst nicht mehr. Außerdem kann das Wetter wahnsinnig unbeständig und ungemütlich sein, von Sandstürmen über Hagel kann alles dabei sein. Wir hatten damals noch recht viel Glück aber eben auch viel Regen, sodass wir manchmal nur kurz aus dem Auto gesprungen sind für ein Foto und dann schnell weitergefahren sind. Dadurch haben wir auch viel verpasst. Zudem sind natürlich die Tage deutlich kürzer und damit auch die Zeit, in der ihr Sehenswürdigkeiten besuchen könnt. Übrigens: 2 Wochen nachdem wir dort waren, ist eine Gruppe von Bloggern dort gewesen und die hatten wohl nur Unwetter und richtig ungemütliche Tage auf Island.

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Winter & Frühjahr

Jetzt habe ich zu diesen beiden Jahreszeiten leider noch keine Erfahrungswerte, habe aber auch mal einige Blogbeiträge zum Winter in Island durchstöbert, mit dem Fazit, dass ich gerne im Winter auch noch mal hin würde. Gerade die Extrembedingungen, vereiste Wasserfälle und weiße Berge vor schwarzem Sand reizen mich schon sehr. Allerdings muss man im Winter auch ganz anders packen, denn dann kann es schon richtig ungemütlich werden, einzelne Straßen können auch schon mal ein paar Tage gesperrt sein und so die Reiseplanung sehr durcheinander bringen. Dafür sind natürlich die Chancen auf Nordlichter besonders gut. Ihr müsst natürlich bedenken, dass im Winter nur wenige Stunden Tageslicht herrschen, die Aktivitäten wollen also genau geplant werden. Dafür ist das Licht besonders schön und unwirklich. Tendenziell würde ich auf jeden Fall noch mal im Winter nach Island wollen, dann vielleicht für 5 Tage und dafür nur im Süden unterwegs sein und mir für die Strände und Wasserfälle dort dann etwas mehr Zeit nehmen.

Wart ihr schon mal auf Island? Und zu welcher Jahreszeit?

 

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