Hallo ihr Hübschen,

ich bin ja eigentlich – wie ihr sicher schon mitbekommen habt – nicht so richtig der Instagram-Mensch. Ich mag die App unheimlich gerne, lade auch gerne Bilder hoch und suche mir viel viel Inspiration auf der Bilderplattform, aber oft fehlt mir dann doch die nötige Zeit, Geduld und Motivation, mich intensiver darum zu kümmern. Trotzdem versuche ich immer, meinen Feed halbwegs aufgeräumt und einheitlich aussehen zu lassen. Und ich probiere für mein Leben gern ein bisschen mit Lightroom aus. Unter anderem habe ich schon diverse fertige Presets namhafter und nicht so namhafter Influencer gekauft, eigene erstellt und mich an VSCO versucht. Was am besten funktioniert für euren einheitlichen Feed und was meine größten Enttäuschungen waren? Ich verrat´s euch… (*Werbung wg. Verlinkung)

Foto 17.05.20, 12 41 01

Es ist noch gar nicht so lange her, als auf einmal fast alle Influencer anfingen, ihre Presets über Lightroom zu verkaufen. Manche für unheimlich viel Geld, andere für nicht so viel. Ein paar davon habe ich mir dann auch mal zugelegt – in der Annahme, dass dann mein Feed genauso aussieht, wie der der Influencer. Ist natürlich völliger Unsinn. Warum? Ich habe eine andere Kameraausrüstung, teilweise einen anderen Weißabgleich, habe teilweise bei anderen Lichtverhältnissen aufgenommen oder auch einfach nur nicht darauf geachtet, dass sich immer die gleichen oder ähnlichen Farben auf jedem Bild wieder finden. Und genau da fängt das Problem schon an. Viele Presets funktionieren nur auf sehr bestimmte Situationen und Farben (beispielsweise drinnen mit weißem Hintergrund und guter Ausleuchtung), wirken aber schrecklich auf einem Foto im Grüne. Gerade auch von teilweise sehr teuren Presets war ich dann vor allem doch enttäuscht, weil sie die Bilder einfach zu stark farblich veränderten und so unstimmig wirkten. Das andere Extrem waren dann aber leider Presets, die selbst in der Werbung schon kaum etwas am Bild veränderten, außer ein bisschen Rosatönung in alles reinzubringen. Das hätte man dann sicher auch noch selbst hinbekommen. Natürlich gilt grundsätzlich der Tipp: Wenn ihr ein Preset findet, welches auf die meisten eurer Fotos ganz gut passt, verwendet dieses immer. So sind die einzelnen Farbtöne immer in der Tönung ungefähr gleich und sorgen damit für mehr Einheitlichkeit. Aber natürlich muss auch für jedes einzelne Foto noch mal nachjustiert werden. Das gilt für eigene Presets genauso wie für gekaufte.

Die Carmushka-Presets zum Beispiel finde ich ansich nicht schlecht, allerdings wirken sie mir ein wenig zu stark auf meinen Bildern, weswegen ich sie doch eher selten nutze. Die Presets sind auch nicht ganz günstig, daher war ich dann doch eher ein wenig enttäuscht, aber das ist natürlich nur meine persönliche Erfahrung. Noch weniger anfangen konnte ich leider mit den Presets von Aggie von Travelinhershoes, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich weniger Fotos vom Meer und Strand poste und mehr in Städten und im Bereich Mode unterwegs bin. Dafür waren dann leider die Presets auch zu teuer. Ganz zufrieden bin ich hingegen mit den Lightroom Presets von Shoppisticated, die für mich die perfekte Mischung aus dezent sind und trotzdem viel mit dem Bild und den Farben tun. Auch hatte ich am Anfang bei der Installation kurze Probleme, habe aber von den Mädels sofort Rückmeldung bekommen auf meine DM. An diesem Bild habe ich euch mal den Vorher/Nachher-Effekt festgehalten.

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Mein Fazit: Da ich leider von vielen Influencer-Presets sehr enttäuscht war, setze ich mittlerweile häufig auch auf die Presets, welche über Etsy angeboten werden. Gerade die in dezenten Honigtönen haben es mir total angetan und passen auf viele Situationen drinnen und auch in der Natur. Und sie sind mit um die 3 – 6 EUR auch sehr erschwinglich.

Wer nicht das Geld für teure Presets ausgeben möchte, für den ist vielleicht VSCO eine echte Alternative. Zugegeben, mit der „Bedienung“ habe ich mir immer ein wenig schwer getan, aber die Filter – insbesondere die HB-Filter sowie die A-Filter – funktionieren sehr gut für Fashionblogger. Auch hier habt ihr wieder die Möglichkeit, individuell ein wenig anzupassen, habt aber schon vorher eine gute Basis mit schönen Voreinstellungen.

Mein Fazit: Für Einsteiger top.

Möglichkeit 3 ist, dass ihr euch eigene Filter erstellt. Und bereits beim Fotos aufnehmen darauf achtet, dass sich bestimmte Farben und Farbtöne wie ein roter Faden durch euren Feed durchziehen. Überlegt dafür zuerst: Was für einen Look wollt ihr für eure Bilder haben, was passt am besten zu euch und eurer Nische? Sind es eher cleane Töne, starke Kontraste, viel Tiefen? Passt darauf dann die Orte und Motive an, welche ihr fotografiert. Was auch gut funktioniert: sich einen Filter kaufen, bei dem die Grundtönung für euch passt und daran dann eigene abgewandelte Filter zu erstellen. So fällt es mir z.B. oft leichter, einen Grundlook für meine Bilder zu finden und dann geht auch das Bearbeiten am Ende wesentlich schneller. Natürlich können Grundvoraussetzungen selbst innerhalb einer Bilderreihe wechseln, z.B. durch Lichtveränderungen oder Ähnliches. Da hilft es, die Bilder dann nebeneinander anzusehen und ggf. mit Apps wie Preview & Co. vorher zu planen und zu schauen, ob die Färbung passt oder ob noch Anpassungen vorzunehmen sind. Seitdem ich meinen Feed plane und ungefähr gleiche Bearbeitungen verwende, sieht mein Instagram-Feed auch einheitlicher aus. Hier mal ein Vergleich:

Foto 17.05.20, 12 47 27

Maracujabluete-Fashionblogger-Modeblog-Lightroom-Presets-Erfahrungen-Instagram-Feed-2

Grundsätzlich finde ich Lightroom super und auch den Abopreis wert, ob ihr dann noch Presets kauft, oder euch eigene erstellt, entscheidet natürlich ihr.

Ich hoffe aber, meine Tipps haben euch trotzdem weiter geholfen. Und jetzt ganz viel Spaß beim Bearbeiten.

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