Hallo ihr Hübschen,

heute kommt sozusagen Teil 2 meiner „Barbie Outfits“. Das Schöne an Mode ist ja, dass man damit alles sein und alles ausdrücken darf, dass introvertierte Menschen zum Paradiesvogel werden können und dass Mode so unglaublich frei, kreativ und vielfältig ist. Und trotzdem hat es mich auch einige Überwindung gekostet, so einen Look zu zeigen. Sich zu überlegen: Was denken jetzt andere von mir? Dummes Blondchen? Unnatürlich? Ich denke wohl grundsätzlich zu oft und zu viel darüber nach, was andere von mir denken. Welchen Stempel sie mir aufdrücken wollen oder könnten. Sie müssen noch nicht mal irgendetwas sagen, aber wenige Kommentare könnten so gemein sein, wie die, die mein eigener Kopf produziert. Niemand ist manchmal so gemein zu mir wie ich selbst. Ich sehe fremde Leute lachen und in meine Richtung schauen und ich frage mich direkt: Lachen sie über mich? Ist irgendetwas an mir komisch oder nicht in Ordnung? Und je mehr ich mir darüber Gedanken mache, umso mehr vergisst mein Kopf, wie man sich eigentlich normal benimmt. „Schau mal, irgendwie läufst du voll komisch. Zuckt dein Auge gerade seltsam? Total creepy!“ Kennt ihr das? Ich werde oft so schnell unsicher und das ist aus vielerlei Sicht so dumm. Weil ich mir selbst damit am meisten im Weg stehe…

Das Wichtigste ist: Du bist glücklich

Eigentlich ist es doch gar nicht wichtig, ob andere das auch so anziehen würden. Ob ihnen der Rock zu kurz oder zu Pink vorkommt, ob sie sich das nicht trauen würden oder es zu freizügig finden. Wenn ich Lust habe etwas zu tragen, dann trage ich es! Weil ich Freude daran habe. Ich muss nicht anderen gefallen, sondern nur mir selbst. Und was macht es schon, wenn anderen nicht gefällt, was ich trage. Am Ende verändert sich für mich nichts. Meine Freunde und Familie nehmen mich so wie ich bin. Weil sie wissen, dass ich mehr bin als ein Blondchen im Minirock. Wir haben nur ein Leben und sollten es nicht damit verschwenden, uns zu verbiegen und zu wenig davon zu tun, was wir tun und sein wollen.

Liebe dich selbst und du wirst geliebt

Ob du dich selbst leiden kannst oder nicht, strahlst du auch aus. Und was man ausstrahlt, wird einem auch zurückgespiegelt. Ich habe schon so oft in meinem Leben Menschen getroffen, die keine Markensachen anhatten, nichts auf Style gegeben haben und auch sonst eher unspektakulär oder vielleicht auch super speziell aussahen. Aber die einfach diese Ausstrahlung hatten, als hätten sie genau all das, was es zur Beliebtheit braucht. Die viele Freunde hatten, einfach weil sie selbst gar nicht in Frage gestellt haben, dass sie toll und liebenswert sind. Und so hat es dann auch sonst niemand in Frage gestellt.

Short but Simple

Und zu guter Letzt hilft mir manchmal an unsicheren Tagen – und gerade beim Outfit shooten – das Bewusstsein darüber, dass mich dort eh keiner kennt. Wenn ich durch die Stadt laufe, sind das alles fremde Menschen, die ich nie wieder sehen werde und deren Meinung mir so komplett egal sein kann. Achtung: Funktioniert nicht, wenn ihr sehr ländlich lebt. Dann ruft am nächsten Tag eure Mama oder Oma bei euch an und fragt, warum Emmi/Helga/Sonstwer euch halbnackt im Dorf gesehen hat. Aber das ist eine andere Geschichte…

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