In Zeiten von Corona zu heiraten ist einfach eine riesige Herausforderung. Das mussten wir selbst auch feststellen, als wir am 06.05. diesen Jahres standesamtlich geheiratet haben. Bis 2 Wochen vorher war nämlich nicht mal wirklich klar, ob und in welcher Form unsere Trauung stattfinden könnte. Wichtig war uns auch für unsere standesamtliche Trauung, dass sie zwar klein aber trotzdem wunderschön und liebevoll sein sollte, gerade weil ich es so schade finde, dass die meisten Standesämter den Charme eines 70er-Jahre Betonbaubüros haben. Bei unserer Suche haben wir dann die Burgscheune in Stadecken Elsheim als unsere Traumlocation entdeckt. Und hatten dort unsere kleine perfekte Trauung…

Die Burgscheune in Stadecken-Elsheim wird von der Gemeinde vermietet, wir haben 200 EUR für einen Tag bezahlt, durften jedoch – auch aufgrund von Corona – schon einige Tage früher rein und in Ruhe dekorieren. Die Scheune ist im Ortskern, aber leicht versteckt gelegen, relativ hell und bietet eine Menge Platz; Tische und Stühle sind vorhanden. Ehrlich gesagt hat es uns so gut gefallen, dass wir uns grundsätzlich auch eine große Feier dort hätten vorstellen können. Als I-Tüpfelchen hatte ich Hussen, einen Outdoorteppich, Kerzen, ein Welcomeschild und 2 Peacock Chairs bestellt. Die Peacock Chairs habe ich über die Diningexperten bekommen und für einen wirklich fairen Preis wurden diese uns vorbei gefahren und auch wieder geholt. Daher auch eine absolute Empfehlung.

Am Tag selbst durften wir dann zumindest mit Eltern und Trauzeugen im Standesamt sein. Diese mussten Masken tragen, wir durften sie zur Trauung selbst zum Glück abnehmen, was mich sehr beruhigt hat. Unser Standesbeamter Herr Trapp hat die standesamtliche Trauung sooo toll gemacht und auch noch mal einige persönliche Worte gesagt, sodass für uns einfach trotz der ganzen Einschränkungen alles schön und perfekt war und wir nur wenig anders gemacht hätten.

Nach der Trauung gab es noch einen kurzen Sektempfang draußen, mit Abstand. Zudem hatten sich vorher bereits alle testen lassen. Richtig schön waren auch die Wedding Wands, welche unsere wundervolle Fotografin Hannah Meinhardt mitgebracht hat. Das gab noch mal das feierliche gewisse Etwas. Die Hochzeitsfotos haben wir zum Glück bereits vor der Trauung gemacht, mit First Look und einem Moment, der erst mal nur uns gehörte, bevor es ins Standesamt ging. Mit den Bildern hatten wir auch super viel Glück, da es nachher anfing zu regnen. Außerdem sind wir super glücklich, dass Hannah extra aus Hamburg kam für unsere Bilder, da mir das schon auch beim Standesamt wichtig war, schöne Erinnerungen zu haben. Schließlich bleiben die Bilder für immer. Und der Mann hoffentlich auch.

Als besondere Überraschung hatten meine liebe Trauzeugin Franzi und meine Mama uns ein Herz zum Ausschneiden mitgebracht. Und stumpfe Scheren. Eine super schöne Tradition, ohne zu viel Zeit wegzunehmen oder kitschig zu sein. Einen kleinen Kuchen hatten wir auch, allerdings hatten wir diesen recht spontan 3 Tage vorher bestellt und auch wenn er nicht so aussah, wie ich mir das vorgestellt hatte, schmeckte er immerhin toll. Was soll ich sagen? Je mehr Druck man sich macht, dass alles perfekt sein muss, umso anstrengender wird das Ganze. Mein Tipp wäre also: Erwartet nicht zu viel von diesem Tag, sondern nehmt und genießt ihn einfach so wie er ist. Es ist euer Tag und er sollte sich auch so anfühlen!

Good to know: Wenn ihr wie wir in einem anderen Standesamt heiraten wollt, wie das eures Wohnortes müsst ihr lediglich die Geburtsurkunden an das zuständige Standesamt des Wohnortes schicken, diese leiten die Unterlagen i.d.R. unkompliziert an das ausführende Standesamt weiter. Für die Burgscheune müsst ihr separate Terminanfragen für den Standesbeamten (VG Nieder-Olm) und die Scheune (Gemeinde Stadecken Elsheim) stellen, da beide unabhängig voneinander sind. Ihr seht, es könnte leichter sein, aber schwierig ist es auch nicht. Und wir hatten unsere perfekte standesamtliche Trauung und sind immer noch ganz verliebt…

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